Auch Hunde sind im Auto ausreichend zu sichern
Eigener Gurt für Bello

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Deutschland und die Welt
24.03.2005
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Viele Hunde sind begeisterte Autofahrer. Kaum ist die Fahrzeugtüre offen, springen sie auch schon ins Auto und können es kaum erwarten, bis die Reise los geht. Sie genießen die Abwechslung beim Blick aus dem Fenster und den gemeinsamen Ausflug mit Frauchen.

In einigen europäischen Ländern wie Italien oder Spanien gibt es bereits eine sogenannte "Sicherungspflicht" für Tiere während der Fahrt im Auto. Verstöße werden dort mit einem Bußgeld von bis zu 300 Euro geahndet. Was die wenigsten Autofahrer wissen: Auch in Deutschland schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) eine "Sicherungspflicht für Bello und Mieze" vor.

Wie Polizeihauptkommissar Peter Hübner weiß, muss nämlich "gemäß Paragraf 22 StVO, die Ladung - und dazu zählen Tiere - verkehrssicher verstaut sein". Für Verstöße gegen sieht der Bußgeldkatalog sogar ein Verwarnungsgeld von 35 Euro vor. Schon ein kleines Brems- oder Ausweichmanöver kann lebensgefährlich werden. Bei einem Auffahrunfall kann das Tier zum tödlichen Geschoss werden.

Bei einem Unfall mit 50 Stundenkilometer entspricht das Aufprallgewicht dem 25fachen des Eigengewichtes. Ein sechs Kilogramm schwerer Dackel erreicht nach dieser Rechnung also ein Aufprallgewicht von 150 Kilogramm, ein Schäferhund mit 32 Kilogramm wird zum Elefanten.
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