Auf dem Weg in die Zukunft

Im 20. und letzten Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum der Hochschule Amberg-Weiden geht es um diejenigen, die im Mittelpunkt stehen - um die Studierenden, ihre Erfahrungen, Wünsche und Zukunftsvorstellungen.

Der 22-jährige Johannes Schmalz aus Beilngries weiß, was er will: "Ich wollte etwas studieren, was mir Spaß macht. Außerdem ist für mich wichtig, mit meiner Qualifikation später einmal auf dem Arbeitsmarkt gefragt zu sein, so dass ich einen sicheren Arbeitsplatz habe und mir in gewisser Weise auch das aussuchen kann, was am besten meinen Neigungen und Fähigkeiten entspricht."

Schmalz studiert in Weiden Medizintechnik im fünften Semester: "Die Branche wächst schnell und ist vielfältig." Um seine Zukunftsaussichten muss er sich wohl keine Sorgen machen: Gute Absolventinnen und Absolventen insbesondere der technischen Studiengänge der OTH sind heiß begehrt. Die Arbeitgeber treten oft schon während des Studiums persönlich an die Studierenden heran, um sie für sich zu gewinnen.

Kein Wunder, denn die "Dinge, die wir im Studium lernen, brauchen wir in der Berufswelt auch", stellt Schmalz fest. Aktuell praktiziert er bei der "HT Labor + Hospitaltechnik AG", einem namhaften Unternehmen, das sich mit "Bio-Safety" beschäftigt und Hochsicherheitslabore konzipiert. An seinem Studium schätzt er nicht nur die Praxisnähe, sondern auch die persönliche Nähe zu den Lehrenden: "Die Profs interessieren sich für einen, kennen dich mit Namen, wollen wissen, mit welchen Projekten du dich beschäftigst oder welche Zukunftspläne du hast." Das motiviere natürlich.

Labore sind phänomenal

Hinzu komme die hervorragende Ausstattung der Hochschule: "Die Labore für uns Medizintechniker sind phänomenal. Wir haben nicht irgendwelche Modelle, sondern die echten Anlagen, mit denen wir arbeiten können." Ein Vorteil, der auf alle Studiengänge zutrifft. Auch damit können die Studierenden der OTH bei künftigen Arbeitgebern punkten. Ein weiterer Pluspunkt des Studiums an der OTH in seinen Augen: "Technik ist kein Selbstzweck, die Professoren vermitteln uns genauso ethische Werte und betonen immer wieder, dass letzten Endes stets der Mensch im Mittelpunkt steht." Sein Fazit: "Bisher läuft alles genau so, wie ich mir das vorgestellt habe."

"Out of the box"

Dass ihn sein Studienweg einmal ins Straubinger Gefängnis führen würde, damit hatte Maschinenbau-Kommilitone Felix Wieser (24) nicht gerechnet. Dabei scheint's für den angehenden Ingenieur dort unheimlich spannend zu sein: "MTU hat dort eine industrielle Produktion, an der rund 100 Häftlinge und 15 MTU-Mitarbeiter beteiligt sind." Für Wieser war sein Praktikum an diesem eher ungewöhnlichen Arbeitsort ein Beispiel dafür, dass man in Studium und Beruf auch etablierte Denkmuster aufgeben muss: "Thinking-out-of-the-Box nennen das unsere Professoren, über den Tellerrand hinaus denken." Diese Denkweise will Wieser, der jetzt im siebten Semester ist, ins Berufsleben mitnehmen: "Wir müssen über unsere fachlichen Grenzen hinausschauen und unterschiedliche Disziplinen in Entscheidungen einfließen lassen", sagt er.

Seine Wünsche und Anforderungen ans Studium hätten sich bislang erfüllt: "Hier in Amberg bekomme ich eine hervorragende Ausbildung in einem angenehmen Umfeld". Dazu zählt er beispielsweise auch das Hochschulgelände selbst: "Meiner Meinung nach hat die OTH in Amberg den schönsten Campus Bayerns. Es ist jeden Tag aufs Neue eine Freude, hierherzukommen."

"Ich stamme aus Amberg", meint Cornelia Ott, "und würde auch gerne nach dem Studium in der Region bleiben. Die 24-Jährige hatte hier den Sozialzweig der Fachoberschule besucht und sich danach zur Drogistin ausbilden lassen. "Das hat zwar Spaß gemacht, doch ich wollte mich weiterentwickeln, lernen und später mal bessere Aufstiegschancen haben. Auch die Aussicht auf ein höheres Einkommen war für mich ein Beweggrund zu studieren", räumt die junge Frau offen ein, die jetzt im dritten Semester "Angewandte Informatik, Fachrichtung Medieninformatik" studiert.

"Jetzt mache ich etwas, was mich voll interessiert und fordert", freut sich die angehende Informatikerin, die sich als Fachschaftsvertreterin auch im Fakultätsrat engagiert. Sie schätzt das "gute Feeling" an der Hochschule:"Es wird viel gelacht, auch seitens der Professoren". Außerdem: "Man wird hier zu Eigenverantwortung und Selbstständigkeit erzogen, ohne im Zweifel allein gelassen zu werden."

"Das war für mich noch nicht alles", fand auch Jennifer Woppmann (25) aus Weiden. Nach Schule und Ausbildung studierte sie an der Hochschule ihrer Heimatstadt noch "Handels- und Dienstleistungsmanagement". Vor zwei Jahren wurde sie damit fertig. Als Assistentin an der Fakultät Betriebswirtschaft ist sie sogar an der Hochschule geblieben. "Mir gefiel die Atmosphäre hier. Außerdem wollte ich in Weiden wohnen bleiben." Ziel erfüllt.
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