Auf den Fersen

Durch dieses Loch floh der Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán am 11. Juli aus der Haftanstalt El Altiplano. Jetzt gibt es Hinweise, wo er sich derzeit aufhalten könnte. Archivbild: dpa

Bei einer spektakulären Flucht kroch der Chef des mexikanischen Sinaloa-Kartells vor vier Monaten durch einen Tunnel unter einem Hochsicherheitsgefängnis in die Freiheit. Seitdem wird "El Chapo" auf der ganzen Welt gesucht. Nun wollen ihn Zeugen in den Anden gesehen haben.

Großfahndung in den Anden: Polizisten in Argentinien und Chile suchen in der Grenzregion beider Länder Südamerikas nach dem flüchtigen mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass der Kartellchef in der Andenregion Zuflucht gesucht habe.

Verstärke Grenzkontrollen

Schwerbewaffnete Polizisten durchsuchten am Samstag am Ortseingang der argentinischen Ortschaft La Angostura alle Autos, wie die Zeitung "Clarín" berichtete. Auch am Grenzübergang Cardenal Samoré wurde demnach verstärkt kontrolliert. "Bis jetzt haben wir keine Hinweise darauf, dass er nach Chile gekommen ist", zitierte die Zeitung "La Tercera" den Staatssekretär im chilenischen Innenministerium, Mahmud Aleuy.

Nach einer Meldung der Zeitung "Río Negro" sahen Zeugen den Drogenboss in einem Café und an einer Tankstelle in San Carlos de Bariloche - 1800 Kilometer südwestlich von Buenos Aires. Allerdings melden sich immer wieder Menschen bei der Polizei, die "El Chapo" gesehen haben wollen. Zuletzt waren die Behörden im Süden von Mexiko und in Costa Rica Hinweisen nachgegangen.

Erneut entkommen

Guzmán gilt als der mächtigste Drogenhändler der Welt. Am 11. Juli war er aus einem Hochsicherheitsgefängnis im Zentrum von Mexiko entkommen. Er floh durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus der Haftanstalt El Altiplano. Laut der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft wurden zwei Flugzeuge des Typs Cessna genutzt, um den Drogenboss in seine Heimat im Bundesstaat Sinaloa zu fliegen. Im Oktober waren die Sicherheitskräfte Guzmán anscheinend dicht auf den Fersen. Bei einem Zugriffsversuch der Marineinfanterie in der Region wurde er verletzt. Allerdings schlugen seine Leibwächter den Angriff zurück und "El Chapo" konnte erneut entkommen.
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