Auf Glatteis weggerutscht: So kommt das Auto aus dem Graben
Schnee und Eisregen

Der Winter bringt in der Region vor allem für die Autofahrer mehr Probleme als Freude. Bild: dpa
Mannheim. (dpa) Andere Autofahrer können im Winter nicht nur bei der Starthilfe die Rettung sein: Wer auf Glatteis mit seinem Wagen in den Straßengraben rutscht oder im Schnee feststeckt, wird sich freuen, wenn ihn ein Geländewagenfahrer oder ein Landwirt mit seinem Traktor aus der Klemme befreit. Dabei gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten, auf die Dietmar Clysters, Obermeister der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald, hinweist:



- Wenn Autofahrer auf einigermaßen ebenem Untergrund festsitzen und die Räder beim Gasgeben durchdrehen, kann ein Trick helfen, aus eigener Kraft loszukommen: «Schieben Sie die Gummimatten aus dem Fußraum unter die Räder», empfiehlt Clysters. So bekommen die Reifen mit etwas Glück genügend Grip, um den Wagen zurück auf die Straße zu lenken. «Versuchen Sie, vorsichtig im zweiten Gang anzufahren.»

- Wenn das nichts bringt, muss der Karren mit fremder Hilfe aus dem Dreck gezogen werden. «Für die Bergung unbedingt ein echtes Abschleppseil verwenden, am besten eines mit Federung», betont der Experte. Ein gewöhnliches Seil könnte unter der Belastung reißen.

- Das Abschleppseil darf bei Autos nur an der Abschleppöse vorne oder hinten befestigt werden, «bloß nicht an Achsen oder anderen Fahrzeugteilen», warnt Clysters. Diese könnten verbiegen oder abreißen. Bei modernen Pkw sind die Abschleppösen oft nicht mehr fest mit der Karosserie verschweißt, sondern liegen als Schrauben zum Beispiel im Kofferraum beim Bordwerkzeug oder Reifenreparaturset. Fahrzeughalter sind für den Notfall gut beraten, wenn sie die Stelle kennen und wissen, wo sie die Öse einschrauben müssen.

- Wenn der von der Straße abgekommene Wagen mit dem Unterboden aufliegt oder so in einem Graben hängt, dass er beim Bergungsversuch tiefer hineinrutschen oder sogar umkippen könnte, ist professionelle Hilfe gefragt. «Machen Sie dann keine Experimente und rufen Sie den Abschleppdienst», empfiehlt Clysters.