Auf Qualität achten

Landrat Andreas Meier (rechts) besuchte vor kurzem die Bauernmetzgerei Wittmann. Bild: bey

Beim Besuch der Bauernmetzgerei Wittmann hat Landrat Andreas Meier eine deutliche Aufforderung in Richtung Verbraucher beim Kauf von Lebensmitteln geschickt: Qualität sei der Vorrang vor Billigware zu geben. Er sprach vor allem den Fleischkauf an.

Parkstein. (bey) Eine bewusste und vernünftige Tierhaltung, mit dem Tierschutz im Einklang, sei Garant für beste Fleischqualität, betonte Meier. Es gehört zu den fast schon traditionellen Terminen des Landrats, einmal im Monat einen örtlichen Handwerksbetrieb zu besichtigen. Im Fall der Bauernmetzgerei Wittmann hat sich dieser übliche Blickwinkel um einen landwirtschaftlichen Bereich erweitert, sagte der Landkreischef zu Beginn des Erfahrungsaustausches mit Hans und Alfons Wittmann.

Die Parksteiner Bauernmetzgerei mit den Bioprodukten beschränke sich aber nicht nur auf das normale Tagesgeschäft, sondern gehe mit ihren Innovationen, auch mit der Beteiligung am Fremdenverkehr, deutlich neue Wege, lobte Meier. Wenngleich die Parksteiner Bauernmetzgerei längst ein Begriff sei, gelte es diese Vermarktungsangebote den Menschen noch mehr bekannt zu machen.

Wittmann, besser bekannt als "Dosen-Hanswurst", empfahl den Verbrauchern, lieber "einmal etwas weniger zu kaufen" und stattdessen Qualität zu bevorzugen, denn die Wertschöpfung daraus bleibe in der Region. Die Verbraucher müssten überzeugt werden, dass es sinnvoller sei, einheimische Ware zu kaufen statt zu einer unüblichen Jahreszeit "Bio-Erdbeeren" aus China. Die Bauernmetzgerei Wittmann unterstütze vielmehr die Aktion zur Auszeichnung der Ware mit Regional-Etiketten.

Wittmann bedauerte, dass selbst in der Gastronomie aus Kostengründen nicht immer auf örtliche Erzeugnisse zurückgegriffen werde. "Der Kunde isst eben lieber einen Schweinebraten für fünf Euro", meinte Bruder Alfons, aus dessen landwirtschaftlichen Betrieb unterhalb der Landmetzgerei die Schweine ohne Antibiotika stammen.

Die Ansätze, Menschen zu den örtlichen Produkten hinzuführen, müssen nach Meinung Hans Wittmanns im Kindesalter gelegt werden. Erfreulich für den Landkreischef das Lob für die Lebensmittelkontrolleure: Deren Arbeit erstrecke sich vornehmlich auf Beratung statt Kritik. Weniger erfreulich war dann die Ankündigung des Landrates: Die Fleischbeschaugebühren werden sich in ihrer jetzigen Höhe aufgrund fehlender Kostendeckung nicht halten lassen.
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