Auflösung abgewendet

Eindeutige Signale sendet die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Großenschwand aus: Es gibt keine Auflösung und auch keine Fusion.

Auf den 13 abgegebenen Stimmzetteln sprachen sich am Montag im Feuerwehrhaus neun Mitglieder dafür aus, dass der Traditionsverein weiterhin bestehen solle. Vier konnten sich auch vorstellen, den Verein ruhen zu lassen. In einem solchen Fall müsste ein Verantwortlicher die Finanzen verwalten. Im vorausgegangenen Gedenkgottesdienst hatte Pfarrer Wilhelm Bauer den Vereinsmitgliedern Mut gemacht. Er sollte Recht bekommen, als er sagte: "Ihr bringt eine gute Lösung zusammen." Das Gedenken an die Gefallenen und Vermissten sowie die Pflege der Gemeinschaft bezeichnete er als die wichtigsten Grundpfeiler.

Hoher Altersdurchschnitt

Schriftführer Hubert Schönberger (Mitte), der sich über den Besuch des Kreisvorsitzenden Richard Berger (rechts) freute, leitete die Versammlung. Er kam auch gleich zu den Problemen: geringe Mitgliederzahl, hoher Altersdurchschnitt, Tragen der schweren Vereinsfahne. Die Frage, wie es weitergehen solle, hat auch die anwesenden Mitglieder umgetrieben. Über die Finanzen informierte Kassier Johann Schönberger.

Diese Sorgen kennt der Kreisvorsitzende Richard Berger von einigen der 18 Kameradschaften. Mit dem demografischen Wandel kämpfe jeder Verein. "Uns fehlt der Nachwuchs, da die Wehrpflicht abgeschafft worden ist." Deshalb sei eine Rekrutierung aus den Reservisten kaum mehr möglich. Er kenne zwar kein Erfolgsrezept, plädierte aber für die Fortführung des Traditionsvereins und sicherte den Großenschwandnern für einen Neuanfang seine Unterstützung und die Rückendeckung des Kreisverbandes zu. Wenn der Verein nicht präsent ist, wie es zuletzt der Fall war, sei es schwierig neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen. "Habt ihr auch Frauen als Mitglieder in eurem Verein?", fragte der Kreisvorsitzende in die Runde.

Hubert Schönberger blätterte dann in der Vereinschronik von der Gründung im Jahr 1928 bis in die heutige Zeit. Gründungsvorsitzender war Johann Hammer, Hausnummer 4, Fahnenweihe mit Pfarrer Neumann im Jahr 1930. Viele schöne Jubiläen wurden seitdem gefeiert zuletzt das 70-jährige Jubiläum mit Segnung des neuen Kriegerdenkmals 1998.

Fünf neue Mitglieder

Als einen Lichtblick wertete Schönberger, dass sich von den Anwesenden fünf bereit erklärten, den Verein mit ihrer Mitgliedschaft zu unterstützen. Das machte Mut für die Zukunft. Mit der Vergangenheit sich zu beschäftigen, helfe nicht weiter, war man sich einig. Ein neuer Vorstand soll in der Jahreshauptversammlung am Sonntag, 31. Januar, 14 Uhr, im Feuerwehrhaus auf die Beine gestellt werden. Kreisvorsitzender Richard Berger sagte sein Kommen zu.
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