Auftrag: Der schnelle Eingriff

Zahlreiche Krisengebiete rund um den Globus lassen einen Einsatz der schnellen Eingreiftruppe der Nato wahrscheinlicher werden: Darauf machte Kommandeur Oberstleutnant Matthias Kampf bei einem Appell in der Schweppermannkaserne aufmerksam. Dort bereitet man sich auf einen entsprechenden Auftrag vor.

"Für das Logistikbataillon 472 wird dieser Auftrag maßgeblich die Ausbildungsvorhaben sowie Übungen in den nächsten 21 Monaten bestimmen", stellte Kampf fest. Anlass für seinen Blick auf die aktuelle Lage war die Verabschiedung des scheidenden Chefs der 1. Kompanie des Logistikbataillons 472, Major Klaus Dollack (Blickpunkt).

Dies geschah beim Quartalsappell in der Gärmersdorfer Kaserne. Dort schossen Mitglieder der Reservistenkameradschaft Schmidmühlen Ehrensalut. Die Marktgemeinde und die Logistiker verbindet eine langjährige Patenschaft. Das dokumentierte auch der Besuch des Schmidmühlener Bürgermeisters Peter Braun. Er dankte für die hervorragende Zusammenarbeit mit einem Moriskentänzer. Kommandeur Kampf nutzte den Appell auch für die Auszeichnung verdienter Soldaten (Bericht folgt) und für einen Ausblick auf die Ausbildungspläne des Bataillons.

Damit bekamen die Soldaten Informationen aus erster Hand zu den derzeitigen Einzelabstellungen sowie zur deutschen Beteiligung an der schnellen Eingreiftruppe der Nato (Nato Response Force/NRF). Dies werde von Umfang und Qualität her die große Herausforderung in den nächsten beiden Jahren für das gesamte Bataillon darstellen, kündigte Kampf an.

Wie beim Appell zu hören war, hat der Stab in den vergangenen Wochen bereits eine Grobplanung erarbeitet und diese den Kompaniechefs und Zugführern vorgestellt. "Insgesamt sind wir auf einem guten Weg, hin zu einem funktionierenden Verband der mobilen Logistiktruppe", fasste Kampf zusammen. Bis Ende Oktober 2015 soll das gesamte Bataillon für die NRF ausgebildet sein. Ein Übungsplatz-Aufenthalt in Grafenwöhr in den nächsten Wochen und die Vertiefung der Ausbildung mit dem Simulationssystem zur Unterstützung von Rahmenübungen (SIRA) dienen ebenfalls der Vorbereitung und der Grundlagenausbildung für den Nato-Auftrag. Ziel wird es nach Kampfs Worten sein, ein etwa 500 Soldaten umfassendes Logistikbataillon so auszubilden, um weltweit in jedem Szenario - von Stabilisierung bis hin zum hoch intensiven mobilen Gefecht - einsetzbar zu sein.
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