Aus der Fastenpredigt von Bruder Aloisius Schwanzl

Bruder Aloisius, etwas sanftmütiger geworden, wandte sich am Freitagabend gut gelaunt an seine schwarzen Brüder und die im Rathaus abgestrafte "rote Mafia". "Nach 69 Jahren sitzt ein Schwarzer im Rathaus", so freute er sich. Bruder Aloisius bewunderte den neuen Geist im Rathaus und sagte an die CSU-Damen im Rat gewandt, dass Qualität nicht im Geschlecht, sondern im Hirn personifiziert werde.

"Die Leit in der Gmoa sagen, lasst die Sozis links liegen, die erledigen sich selbst", sinnierte der Fastenprediger. Derweil sei Bürgermeister Roland Strehl immer noch auf der Suche nach der angeblich von der SPD angesparten Million für die Umgehungsstraße. Im Gemeinderat, so wusste der Prediger zu berichten, existiere nun keine SPD-Mehrheit mehr. Und damit auch keine Umgehungsstraße, kein Windradl, kein stellvertretender Landrat, kein Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr.

Die neue Brücke in Theuern durfte nicht fehlen, auch nicht die Algenplage im Kneippbecken. Ein angeblicher Fluss in Köfering soll "ausgesoffen" worden sein, wandte sich der Aloisius an den Vogl Sepp, der beim Bockbierfest seinen Busenfreund Franz Kölbl vermissen musste. Ob damit der Bierkonsum gemeint war?

Aloisius wusste auch, dass der Flierl Sepp von der SPD, der sich schon sicher als Bürgermeister im Rathaus gewähnt habe, in der Justizvollzugsanstalt, wo er arbeitet, sein schon "vorsichtshalber" geräumtes Büro habe wieder einräumen müssen. Und weil aus dem Amt des stellvertretenden Landrats damit auch nichts geworden sei, habe er auch gleich die SPD-Kreistagsfraktion verlassen. "Wohl ein Mann mit Standpunkt", so Aloisius. Das Volk jubelte und alle waren zufrieden.
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