Ausgrabungen bei Iffelsdorf in Pfreimd
Teil einer Siedlungslandschaft

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Teilweise unversehrt präsentieren sich auch die Tongefäße, die in den Gräbern freigelegt wurden. Töpfe zeugen vom Totenkult der Slawen. An den Gräbern wurde im Gedenken an die Toten gegessen und getrunken, das Kochgeschirr zurückgelassen.

Wohlstand in der Region

Das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt die Grabungen. Dr. Christoph Steinmann nannte eine Magnetometer-Prospektion und einen "Airborne-Laserscan": Er lässt im Umfeld des Gräberfeldes auf Verbindungswege zum Eixlberg und auf Bergbautätigkeiten schließen. "Das Grabfeld ist Teil einer Siedlungslandschaft, die sich langsam zu erkennen gibt", so Dr. Losert. Bedingt durch die Lage an Handelswegen sei die Bevölkerung im Raum Nabburg/Pfreimd durchaus wohlhabend gewesen. Dr. Losert deutet auf die Glasperlenkette eines Mädchens: "Das beste Exemplar in Nordbayern". (cv)
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