Ausschreitungen beim Eishockey aufgeklärt
Stadionverbote bis zum Jahr 2020

Symbolbild: dpa
Selb. Nach umfangreichen und zeitaufwendigen Ermittlungen ist es der Selber Polizei und der Kriminalpolizei Hof gelungen, die massiven Ausschreitungen beim ersten Play-off-Spiel Anfang März zu klären. Der Deutsche Eishockeybund hat mittlerweile gegen die Verantwortlichen bundesweite Stadionverbote bis zum Jahr 2020 verhängt.

Im Zusammenhang mit dem Spiel der Selber Wölfe gegen den EHC Klostersee kam es im Stadion und im Umfeld der Arena zu mehreren Körperverletzungsdelikten mit teilweise Schwerverletzten. Wie die Polizei weiter meldet musste ein 42-jähriger Fan der Gastmannschaft nach einem Fußtritt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Ein zunächst unbekannter Mann hatte den Ebersberger mit dem Fuß schwer im Gesicht verletzt. Aufgrund der Gefährlichkeit des Angriffs ermittelte die Kriminalpolizei Hof wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Vom vermeintlichen Täter lag eine sehr detaillierte Beschreibung vor, so dass sich der 29-jähriger Selber aufgrund des Fahndungsdruckes bereits nach wenigen Tagen bei der Polizei stellte und die Vorwürfe einräumte.

Die Polizei Selb hat nach umfangreichen Vernehmungen weitere sechs an diesem Abend begangene Körperverletzungsdelikte aufgeklärt. Insbesondere konnte ein Angriff gegen einen Ordner geklärt werden. Ein 18-jähriger Hofer hat dem Mann eine Flasche gegen den Kopf geworfen und ihn dadurch erheblich verletzt.

Obwohl die Gästefans durch das Abbrennen von Pyrotechnik und dem Skandieren von beleidigenden Parolen die Stimmung während des Spieles anheizten, gingen die gewaltsamen Attacken überwiegend von Fans der Selber Wölfe aus.
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