Ausweismissbrauch kommt Parksünderin teuer zu stehen
Anzeige statt kostenlosem Parkplatz

Symbolbild: Petra Hartl
Amberg. Am Freitagnachmittag gegen 14 Uhr entdeckte eine Polizeistreife in der Marienstraße einen verbotswidrig auf dem Gehweg geparkten VW. Um einem Bußgeld zu entgehen, legte die Fahrzeughalterin den Behindertenausweis ihres Sohnes hinter die Windschutzscheibe.

Als die 49-Jährige zu ihrem Fahrzeug zurückkam, gab sie den Beamten gegenüber an, dass sie ihren Sohn abholen will, der gerade in Behandlung sei. Als dies überprüft werden sollte, räumte sie ein, lediglich ihre Einkäufe erledigt zu haben. Ihr Sohn halte sich zu dieser Zeit zu Hause auf.

Da dieses Verhalten eine Straftat (Missbrauch von Ausweispapieren) darstellt, nahmen die Beamten die Personalien auf und erstatteten eine Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft.

Die Polizei weißt in ihrem heutigen Bericht darauf hin, dass die Parkerleichterung "Behindertenausweis mit Merkzeichen 'aG'" für Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und für Blinde gedacht ist. Sie gilt nur im Zusammenhang mit dem Transport des Gehandicapten oder seiner Abholung.

Auch die Benutzung dieser Parkerleichterung im Zusammenhang mit einem Besuch oder Erledigungen für den Behinderten ist nicht gestattet.
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