Azubis mit Migrationshintergrund liegen vorne
Übernahme nach der Lehre

Beim Übergang von der Schule in den Beruf stoßen Jugendliche mit Migrationshintergrund auf mehr Probleme als andere. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung haben sie dann aber eine höhere Chance, übernommen zu werden:

Nach bestandener Prüfung erhalten 44 Prozent von ihnen vom Ausbildungsbetrieb einen unbefristeten Vertrag. Das gilt nur für 35 Prozent der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Laut BIBB deutet das darauf hin, dass die Betriebe mit der Leistung der Azubis mit Migrationshintergrund besonders zufrieden sind.

Die Bedingungen zu Beginn der Ausbildung sind für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund schlechter. Ihr Schulabschluss ist häufig zu niedrig für das Anspruchsniveau der Ausbildung. Gleichzeitig entspricht ihr Ausbildungsberuf oft nicht dem eigentlichen Wunschberuf.

Die größte Hürde für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist deshalb der Übergang von der Schule zur Ausbildung: 75 Prozent von denen, die eine duale Ausbildung anstreben, beginnen tatsächlich innerhalb von drei Jahren eine.

Bei den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund, die dieses Ziel haben, sind es 84 Prozent. Für die Erhebung wurden 5500 Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren befragt. (tmn)
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