Baby auf der Flucht geboren - Deutschland übernimmt 600 Flüchtlinge von Ägypten
Tod und neues Leben auf See

Nach der Rettung von mehr als 7000 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer am Wochenende haben die ersten Migranten Italien erreicht. Schiffe der Marine und Küstenwache mit Hunderten Menschen an Bord kamen am Montag im Süden des Landes an. Die Menschen sollten zunächst in Aufnahmelager gebracht werden. An Bord eines Schiffes kam in der Nacht zum Montag ein Baby zur Welt, wie die italienische Marine mitteilte. Die Mutter und das Mädchen seien wohlauf, hieß es. Allein unter der Führung der italienischen Küstenwache wurden am Wochenende 6551 Menschen gerettet - so viele wie nie zuvor. Die griechische Küstenwache meldete am späten Sonntagabend, sie habe binnen 72 Stunden 1110 Migranten gerettet. Mindestens zehn Menschen kamen nach Angaben der Küstenwache bei den Rettungseinsätzen am Wochenende ums Leben. Sie starben an Erschöpfung oder ertranken im Meer bei dem Versuch, die Retter zu erreichen. Die Marine teilte am Montag mit, sie habe zwei tote Migranten auf einem Schiff gefunden. Zwei Bundeswehrschiffe, die zur Seenotrettung für Flüchtlinge im Mittelmeer eingesetzt werden sollen, trafen auf der Mittelmeerinsel Kreta ein. Die Fregatte "Hessen" und das Versorgungsschiff "Berlin" sollten dort bis heute mit Hilfsmitteln beladen werden. Deutschland will insgesamt 600 Flüchtlinge aufnehmen, die vorübergehend in Ägypten Zuflucht gefunden haben. Dies teilte Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag bei einem Besuch in Kairo mit. Dabei geht es um 300 Menschen aus Syrien und 300 aus afrikanischen Ländern.
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