Baby-Begeisterung in Monaco

Gut 5000 Monegassen und Touristen jubelten Eltern und Babys zu.

Vier Wochen nach der Geburt der Zwillinge haben Fürst Albert und seine Frau ihre Kinder den Bewohnern Monacos vorgestellt. Im Zwergenstaat war sogar extra ein Feiertag ausgerufen worden.

Monaco. (dpa) Stolz stehen Fürst Albert II. (56) und Fürstin Charlène (36) auf dem Balkon des Grimaldi-Palasts, auf den Armen die Zwillinge Gabriella und Jacques. Unten stehen etwa 5000 Monegassen und Touristen, die einen Blick auf die Babys erhaschen wollen. Dazu sind sie in Massen auf den streng gesicherten Platz vor dem Palast geströmt. Einen solchen Auftrieb hat es hier seit der Hochzeit des Fürstenpaares im Juli 2011 nicht gegeben.

Kurz vor Mittag erscheinen die Eltern am geöffneten Fenster des Spiegelsaals des Fürstenpalasts. Jeder hält lächelnd einen Zwilling auf dem Arm. "Der Fortbestand der Grimaldi-Dynastie in direkter Linie ist damit gesichert", freut sich die Monegassin Annie. "Fürstin Charlène habe ich so unglücklich gesehen, weil sie keine Kinder hatte, und heute lächelt sie", bemerkt eine andere Monegassin.

Auf den Nachwuchs haben viele in dem Zwei-Quadratkilometer-Staat an der Côte d'Azur lange gewartet. Die Fürstin zeigt sich weiß gekleidet, gut erholt von den Strapazen der Geburt und mit neuer Pony-Frisur. Der Fürst hält väterlich schützend die Hand über den Zwilling auf seinem Arm und blickt dabei etwas besorgt in die Sonne, die direkt in das offene Fenster scheint. Auch zu kalt sollte es den Zwillingen an diesem Januartag auf dem fürstlichen Felsen nicht werden - die Babys sind dick eingemummelt. Mit Fahnen und Ballons in Monacos Farben Rot und Weiß feiern die Menschen den lange erwarteten Nachwuchs von Fürst und Fürstin.

Jacques als Thronfolger

Vor der Ehrenpforte geben unterdessen 23 Musiker des Carabinieri-Orchesters eine eigens für den Prinzen und die Prinzessin komponierte Musik zum Besten. Albert und Charlène lassen die Zwillinge danach im warmen Palast und begeben sich zu zweit auf den Platz, um Hände zu schütteln, Musik anzuhören und einen Tanz anzusehen. Der Mittwoch war im Fürstentum offiziell zum Feiertag erklärt worden, an dem alle Angestellten frei hatten.

Für das Fürstenpaar ist es der erste gemeinsame Nachwuchs. Obwohl Prinzessin Gabriella zwei Minuten früher zur Welt kam, ist ihr Bruder Jacques als männlicher Nachfahre nach den Regeln des Fürstentums der Thronfolger. Die beiden unehelichen Kinder von Albert II. werden vom streng katholischen Herrscherhaus nicht anerkannt.
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