Bäumchen aus der Brücke

Mitten in der Pfreimd bei Tanzmühle verläuft die Gemeindegrenze zwischen Leuchtenberg und Tännesberg. Wer ist nun für die Brücke zuständig? Siegfried Meier warf diese Frage in der Bürgerversammlung in Döllnitz auf.

Angesichts der 23 Besucher im Schützenheim kann man sagen, dass die Döllnitzer das erstmalige Angebot einer eigenen Bürgerversammlung für ihren Bereich schätzten. Bürgermeister Anton Kappl präsentierte eingangs, wie in der Versammlung in Leuchtenberg, die aktuellen Haushaltszahlen (wir berichteten).

Die Brücke bei Tanzmühle über die Pfreimd hat im Belag Risse, aus denen schon Grasbüschel wachsen, sagte Siegfried Meier. Wenn man hier noch lange wartet, könnten auch Bäumchen sprießen. "Wer ist nun für die Brücke zuständig?" Angesichts der Tatsache, dass in dem Bereich die Gemeindegrenze zu Tännesberg mitten in der Pfreimd verläuft, war Bürgermeister Kappl überfragt. "Aber das wird sich klären lassen", versicherte er.

Schranke vor Erddeponie

Auf den Bereich Döllnitz bezogen, führte der Gemeindechef die Verkehrssicherungsmaßnahmen in Kleßberg (Baumsanierungen) sowie an der Straße nach Bernrieth an. Weiter berichtete er von den umfangreichen Leitungsverlegungen des Bayernwerks in diesem Bereich. Hier kämen noch Nachbesserungen. Ein Ärgernis sei die Erddeponie bei Döllnitz, die als Müllhalde auch von Nichtgemeindebürgern benutzt werde. Eine Schranke sei daher nötig. Wer dann Erdmaterial ablagern will, bekomme bei der Gemeinde den Schlüssel.

Lob zollte der Bürgermeister den Bernriethern für den Neubau ihres Glockenturms in Eigenleistung. Die Kommune werde die Strominstallation übernehmen. Ein weiteres Paradebeispiel ist der Anbau an das Feuerwehrhaus durch die Feuerwehr Wittschau-Preppach mit Baubeginn im Sommer. Kappl versprach, auch hier eine finanzielle Förderung zu gewähren. Beim Breitbandausbau sei der Bereich Döllnitz gut dabei. Nach Bernrieth kommt ein Kabelverzweiger, ebenso nach Wittschau-Preppach und Döllnitz.

Seinen Ausblick gliederte der Gemeindechef in die drei Hauptbereiche Baugebiet Pfarrhäusl, Gewerbegebiet Wieselrieth und Infrastruktur. Bei der Infrastruktur stehe die Straße von Döllnitz Richtung Bernrieth zur Bundesstraße ganz oben. Darauf ging bei den Anfragen - offizieller Antrag war keiner eingegangen - nochmals Johann Kammerer ein. Die Straße sei 1981 neu geteert und dabei um einen halben Meter verkleinert worden. Man sollte doch auf die alte Breite wieder zurückgehen, "weil es schon eng ist".

Verdeckte Sicht

Josef Schärtl sprach die Ableitung von Oberflächenwasser an, die der Bürgermeister mit ihm eigens klärt. Ludwig Lindner machte einen Schwenk nach Leuchtenberg. Bei der Ausfahrt am Brauhaus auf die Bundesstraße sei die Sicht nach rechts sehr schlecht. Das Straßenbauamt könnte dem beikommen, wenn es die Böschung etwas abtragen würde. Der Bürgermeister versprach, mit dem Straßenbauamt zu sprechen.

Gottfried Haupt sprach die Mauer am Kriegerdenkmal an, bei der nicht klar sei, ob sie auf seinem oder auf dem Grund der Gemeinde stehe. Jedenfalls habe sie eine dringende Sanierung notwendig.
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