Bahn will heute neuen Vorschlag unterbreiten

Die Deutsche Bahn will auf die streikenden Lokführer zugehen. Bahnchef Rüdiger Grube kündigte in der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) an, er wolle heute gemeinsam mit Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber "einen Vorschlag zur Befriedung der Lage" unterbreiten. Dazu planen die beiden eine Pressekonferenz, wie es in Unternehmenskreisen hieß. Ort und Zeit wurden zunächst nicht genannt. "Der Tarifkonflikt darf nicht auf dem Rücken unserer Kunden und Mitarbeiter ausgetragen werden", sagte Grube.

Wegen des am Dienstag auch im Personenverkehr begonnenen Streiks der Lokführergewerkschaft GDL haben viele Reisende auch in Bayern Zugausfälle und Verspätungen hinnehmen müssen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich offen gezeigt für eine strengere Reglementierung von Arbeitskämpfen im Bereich der Verkehrsnetze. "Das Ausmaß eingeschränkter Mobilität, das wir in diesem Tarifkonflikt erleben, kann man sich nicht ständig wiederholend leisten", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". An neuen Regeln, die derzeit intensiv debattiert würden, nannte er "die Vorschläge einer unumgänglichen Schlichtung, Ankündigungsfristen oder die Aufrechterhaltung einer Grundversorgung". (Seite 19)
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