Bankchef warnt vor Ungleichheit

Vor einem weiteren Auseinanderklaffen der Vermögensverhältnisse in Deutschland hat einer der beiden Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, gewarnt. "Die Reichen dürfen ihre Augen nicht vor den Sorgen der anderen verschließen", sagte er dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Auf Dauer müssten alle Mitglieder der Gesellschaft vom wachsenden Wohlstand profitieren. "Alles andere ist nicht gesund."

Nachholbedarf sieht Fitschen vor allem bei den Arbeitnehmern. Viele Menschen hätten in den vergangenen zehn Jahren keine Reallohnerhöhung gehabt. "Irgendwann könnte der Geduldsfaden reißen, wenn die Vermögenden in Zukunft immer mehr verdienen, während zu viele Bürger das Gefühl entwickeln, nicht angemessen teilhaben zu können an dem gemeinsam erwirtschafteten Mehrwert", warnte Fitschen, der seit 2012 mit Anshu Jain an der Spitze der größten deutschen Bank steht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.