Bauern dürfen Ökoflächen als Futterwiesen nutzen
Hagelschäden und anhaltende Trockenheit

Symbolbild: dpa
Würzburg/Tirschenreuth. (dpa) Wegen Hagelschäden und der anhaltenden Trockenheit wird bei zahlreichen Landwirten in Nordbayern das Tierfutter knapp. Um diese Engpässe zu überbrücken, dürfen sie nun auch Flächen zur Futtergewinnung nutzen, die eigentlich aus Umweltschutzgründen nicht landwirtschaftlich genutzt werden dürfen. Das teilte das Bayerische Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in München mit. Es geht dabei um die sogenannten ökologischen Vorrangflächen, die jeder Landwirt zur Verfügung stellen muss, um die Artenvielfalt zu erhalten. Das können Feldstreifen, Hecken, Gräben, Waldränder und brachliegende Felder sein.

Damit das Vieh trotz der Dürre und der Ernteausfälle ausreichend Futter bekommt, dürfen Bauern in festgelegten Regionen nun diese Flächen beweiden oder zur Futtergewinnung nutzen. Die Ausnahmeregelung gilt für fast alle Regionen in Unterfranken sowie für Bamberg (Oberfranken) und Tirschenreuth (Oberpfalz).

In Unterfranken herrscht derzeit die schlimmste Trockenheit seit fast 40 Jahren. In den vergangenen Monaten hatte es dort deutlich weniger geregnet als üblich. Im März waren es dem Deutschen Wetterdienst zufolge sogar 93 Prozent weniger als sonst. Seit zwei Monaten wird deshalb auch ununterbrochen Wasser aus dem Süden in den Norden Bayerns gepumpt.
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