Bayerischer Fußballverband stuft Spiel gegen FC Schweinfurt 05 als Sicherheitsspiel ein
Viele wache Augen auf FC-Spiel

Ein Fanbus aus Schweinfurt wird am Samstag zum Gastspiel der "Schnüdel" an der Vils nicht erwartet. Dennoch geht man davon aus, dass die 05er auf dem Rasen reichlich grün-weiße Unterstützung von den Rängen erfahren werden. Bild: Marion Wetterich
Amberg. (ben) In Regensburg flogen Gegenstände aufs Spielfeld, barsten Scheiben des eigenen Fanbusses - kurzum, die Anhänger des FC Schweinfurt 05 waren Ende Juli völlig von der Rolle. Dies und Erfahrungen aus der Vergangenheit veranlassten den Bayerischen Fußballverband, den Auftritt der Grün-Weißen aus Unterfranken in Amberg als Sicherheitsspiel einzustufen.

Vielleicht aber wird das Ganze längst nicht so heiß gegessen, wie die Zutaten - sprich Vorsichtsmaßnahmen - zubereitet werden. Schließlich schrieb der Fanbeauftragte des FC Schweinfurt 05, Swen Geis, an sein Pendant und Vorsitzenden des Amberger Fanclubs Gelb-Schwarz 04, Arnold Bauer, dieser Tage in einer Mail: "Die Anreise unserer Fans findet hauptsächlich mit Autos statt. Ein Bus kommt leider nicht zustande." Damit dürfte die Zahl der Gästeschar überschaubar bleiben. Bauer führt das geringe Interesse bei den Besuchern auch darauf zurück, dass deren Mannschaft bis dato hinter den eigenen sportlichen Erwartungen zurückgeblieben ist.

Professioneller Dienst

Unabhängig davon bereiten sich FC Amberg und Sportpark GmbH ebenso wie die Polizei auf die samstägliche Regionalligapaarung am Schanzl vor. So ließ Sportpark-Prokurist Wolfgang Gräf wissen, dass er vor zwei Wochen, beim Auftritt des FC Ingolstadt II, erste Gespräche zu Sicherheitsspielen mit der Polizei geführt habe. Nun kommt es mit der Partie gegen Schweinfurt erstmals zu einer solchen Einstufung. Und Gräf ist überzeugt davon, gewappnet zu sein: "Wir haben neben unseren ehrenamtlichen Ordnern auch einen professionellen Ordnungsdienst vor Ort." Details zu den weiteren Vorkehrungen wollte Gräf nicht verraten. Routine seien jedoch Kontrollen von Rucksäcken und Taschen. Sogar in Gebüschen und im Stadion selbst werde nachgeschaut, ob nicht im Vorfeld irgendwelche Depots für Pyrotechnik angelegt wurden. Und der Prokurist betont: "Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, dass nichts passiert."

Auch Bundespolizei

In dieses Horn stieß zur Wochenmitte auch Peter Krämer von der Amberger Inspektion: "Wir sind vorbereitet", kündigte er Präsenz an. Dies geschehe mit eigenen Kräften und mit Unterstützung seitens der Bundespolizei, die ein Auge auf ankommende Züge und das Bahnhofsumfeld richten wird. Ausschlaggebend für den Polizeieinsatz sei zum einen die Risiko-Einschätzung des BFV, andererseits das wenig vorbildliche Auftreten des grün-weißen Anhangs der "Schnüdel", wie die Schweinfurter sich selbst bezeichnen, beim Auswärtsspiel Ende Juli in Regensburg.

Laut Krämer hatten die 05er-Fans dort Gegenstände aufs Spielfeld geworfen, Uniformierte und Jahn-Fans attackiert und schließlich sogar den eigenen Bus "entglast". In die Schranken gewiesen wurde die Menge letztlich durch das Eingreifen eines Unterstützungskommandos (USK) der bayerischen Polizei.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.