Bayerischer Lehrerverband tagte bei Seminar in Amberg
Neuer Mut für geforderte Lehrer

Clemens Wagner. Bild: wsb
Diese Sprüche kennt man doch zur Genüge: Lehrer haben immer Ferien und arbeiten nur Teilzeit. Kein Wunder also, wenn manch einer in der Lehrerzunft Frust schiebt. Da ist das herzliche Willkommen der Musikgruppe der Grund- und Mittelschule Kümmersbruck für die Lehrkräfte der Oberpfalz beim 55. Amberger Seminar des Bayerischen Lehrer und Lehrerinnen Verbandes (BLLV) am Freitag eine schöne Geste.

Die Zugkraft dieser größten Fortbildungsveranstaltung im ostbayerischen Raum für Grund- und Mittelschulen ist nach wie vor enorm. Rund 750 Lehrkräfte besuchten an zwei Tagen das Seminar mit Lehrmittelausstellung und 35 Workshops. Katja Meidenbauer, Leiterin der Abteilung Berufswissenschaften im BLLV Oberpfalz, begrüßte dazu auch Richard Glombitza von der Regierung der Oberpfalz und Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl.

Für Bezirksvorsitzende Ursula Schroll steht der Lehrer im Spannungsfeld der Auswirkungen des Flüchtlingsstroms auf den Schulbetrieb: "Die Flüchtlingskinder sind uns willkommen und sollen eine solide Schulausbildung in Übergangsklassen oder Regelklassen erhalten." Beim Umgang mit traumatisierten Kindern sei Hilfe durch Dolmetscher und Psychologen unerlässlich.

Da nur motivierte Lehrer diese angespannte Lage an den Schulen bewältigen können, gab Diplompädagoge und Trainer für Methoden- und Sozialkompetenz Clemens Wagner in seinem Referat "(Wieder) Lust aufs Lehrersein" den Pädagogen Ratschläge an die Hand: "Wer nicht als Sie (der Lehrer) selbst, kann dafür sorgen" und "Öffnen Sie sich gegenüber den Veränderungen und glauben Sie an sich selbst."

Die Persönlichkeit des Lehrers sei Vorbild, Reibungsfläche und Bezugspunkt für die Kinder. Der Lehrer ist Erwachsener, Erzieher, Helfender und Beurteiler. Gelinge es ihm, auch widerstrebende Rollen zu vereinen, sei fast alles möglich, so Wagner.
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