Beamte verhindern anschließenden Suizidversuch
Polizei mit Samuraischwertern bedroht

Symbolbild: dpa
Neustadt/WN. Bereits am Wochenende ereignete sich in Neustadt/WN ein Polizeieinsatz, bei dem durch bedachtes und umsichtiges Vorgehen der eingesetzten Polizisten in zwei Fällen Schlimmeres verhindert werden konnte.

Eine Frau aus Neustadt/WN rief am Samstag, 7. November, gegen 22:35 Uhr die Polizei, da ihr 32-jähriger Ehemann stark dem Alkohol zusprach und infolge dessen immer aggressiver wurde. Bei Eintreffen der Polizeibeamten stellten diese fest, dass der Mann in seiner Wohnung lautstark Musik hört. "Der Aufforderung, diese abzustellen, kam er nicht nach, stattdessen schlug er mit seinem Kopf die Tür einer Schrankwand ein", berichtet Polizeisprecher Marco Müller.

Nachdem die Polizisten ihn zur Unterbindung von Straftaten in Gewahrsam nehmen wollten und ihm dies erklärten, nahm der Mann unvermittelt zwei circa 50 Zentimeter lange Stichwaffen und bedrohte die Beamten damit. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um Samuraischwerter, die als Dekoration genutzt werden. Der Mann hatte diese jedoch zugeschliffen, sodass hiervon eine erhebliche Gefahr ausging.

Den Beamten gelang es allerdings, die aufgeheizte Lage zu beruhigen. Der Mann konnte in ein Gespräch verwickelt werden und legte die Waffen schließlich weg. Er wurde nun in Gewahrsam genommen und gefesselt. Verletzt wurde hierbei niemand.

Die Beamten brachten den Mann in einer Haftzelle der Polizeiinspektion Weiden unter. Standardmäßig kontrollierten Polizeibeamte diese während der Nacht in regelmäßigen Abständen. Bei einer dieser Kontrollen gegen 1:40 Uhr stellten die Beamten fest, dass der Mann sich gerade mit einem Kleidungsstück an den Gitterstäben der Zelle zu erhängen versuchte. Sofort schritten die Beamten ein und hinderten ihn an seinem Vorhaben. Er war zu diesem Zeitpunkt noch bei Bewusstsein und ansprechbar, sodass keine unmittelbare ärztliche Versorgung notwendig wurde.

Aufgrund der psychischen Ausnahmesituation, in der sich der 32-Jährige befand, wurde er jedoch anschließend in einer Fachklinik untergebracht.

Wegen des Vorfalls in der Wohnung wurde gegen den Mann Strafanzeige wegen Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erstattet.
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