Behörden aufs Land: Spannung bis zuletzt

(dpa/jum) Die Staatsregierung setzt bei der Verlagerung von 1500 Behördenstellen aufs Land auf die natürliche Fluktuation in der Verwaltung. Heimatminister Markus Söder kündigte am Montag ein Personalrahmenkonzept an. "Es werden überwiegend nicht Mitarbeiter verlagert, sondern Arbeitsplätze", sagte der CSU-Politiker. Seine Pläne will er am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Kabinetts vorstellen. Einzelheiten verriet Söder nicht. Diese sollen bis morgen geheim bleiben.

Die Oberpfälzer SPD-Wirtschaftspolitikerin Annette Karl warf Söder vor, trotz großer Worte ein Kleinprogramm vorzulegen. Die Verlagerungen sollten mit einer Strategie zur Weiterentwicklung der Region untermauert sein, zu der die Behörde in einem "Sinn- und Sachzusammenhang" stehen müsse. Mit einer aus schlechter Erfahrung geprägten Grundvorsicht beäugt der Bayerische Beamtenbund Söders Planungen. Präsident Rolf Habermann gab die Parole aus: "Verlagerungen nur, wo Vorteile belegbar sind." (Seite 3)
Weitere Beiträge zu den Themen: Markus Söder (1507)Weltgeschehen (20753)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.