Bei Kunst geht's um die Wurst

In anderen Hirschwald-Gemeinden gibt es die Stationen für den Kunstwanderweg schon. Kümmersbruck bekommt auch ein solches Kunstwerk, und zwar auf dem Köferinger Dorfplatz. Kein ganz einfaches Unterfangen, wie sich gezeigt hat - schließlich wird das Areal für verschiedene Veranstaltungen genutzt und soll deshalb auch künftig unter anderem noch ausreichend Platz für eine Grillbude bieten.

Deshalb kam man nach Anwohnergesprächen auf die Idee, das Kunstwerk und die eigentlich dazugehörige Sitzspirale zu trennen: Ersteres könne auf dem Platz stehen, Letztere im benachbarten Bibelgarten. Dessen Betreuer-Team aber war damit nicht einverstanden, ließ Bürgermeister Roland Strehl nun den Gemeinderat wissen. Auch er selbst sei nach einem Gespräch mit der Künstlerin Hanna Regina Uber der Meinung, "Kunstwerk und Sitzspirale sollen zusammenbleiben".

SPD-Gemeinderat Franz Kölbl machte sich zum Sprachrohr der Köferinger und betonte, der befestigte Platz sei wichtig für den Ort. Ihm gefiel nicht, dass das Thema im Gemeinderat nun "so schnell weggewischt" werde.

"Schnell weggewischt ist in Köfering gar nichts", belehrte ihn Bürgermeister Roland Strehl eines Besseren - aus eigener Erfahrung mit vielen Anwohner-Debatten zum Thema: "Um Köfering mache ich demnächst einen großen Bogen. Zumindest um den Dorfplatz", merkte er augenzwinkernd an. Der Rat stimmte dann gegen Kölbl für die Umgestaltung des Dorfplatzes - mit Kunstwerk und Sitzspirale. (eik)
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