Beitragssatz sinkt ab Januar auf 18,7 Prozent
Billiger zur Rente

Gestützt auf Rekordreserven der Rentenkasse senkt die Bundesregierung den Rentenbeitrag im kommenden Jahr auf 18,7 Prozent. Heute beträgt der Beitragssatz 18,9 Prozent. Zugleich sieht die Regierung Spielräume für deutliche Rentensteigerungen. Weil die Chancen der Älteren auf dem Jobmarkt zugleich besser geworden sind, hält Schwarz-Rot ohne jede Einschränkung an der Rente mit 67 fest. Opposition und Sozialverbände mahnten bessere Bedingungen für Ältere auf dem Arbeitsmarkt an.

"Noch nie hat die Deutsche Rentenversicherung so viele Rücklagen gehabt wie in diesem Jahr", sagte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Mittwoch in Berlin. Das Kabinett hatte zuvor ihre Verordnung über den sinkenden Beitragssatz, den Rentenversicherungsbericht 2014 und einen Bericht über die Rente mit 67 passieren lassen.

Für 2015 geht die Regierung für den Westen von einer Rentenerhöhung um 1,57 Prozent aus. Es könnten Anpassungen folgen um 4,51 Prozent 2016, um 2,44 Prozent 2017 und um 2,41 Prozent 2018. Für Ostdeutschland hält der Bericht Erhöhungen um 1,71 Prozent 2015, um 4,62 Prozent 2016, 2,53 Prozent 2017 und 2,5 Prozent 2018 für möglich.

Den sinkenden Beitragssatz versteht die Regierung auch als wichtiges Signal angesichts der aktuellen konjunkturellen Herausforderung. Bis 2018 soll er wohl unverändert bleiben. Anschließend steigt er laut Regierungsbericht aber wieder an, über 19,5 Prozent im Jahr 2020 bis auf 21,4 Prozent im Jahr 2028.
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