Bericht über uneheliches Kind von Fürst Albert zulässig
Urteil stützt Presse

Die Berichterstattung über eines der unehelichen Kinder von Fürst Albert II. von Monaco war aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Ordnung. Eine Große Kammer des Gerichts stellte sich am Dienstag in Straßburg hinter das französische Magazin"Paris Match".

Die Zeitschrift hatte 2005 über den gemeinsamen Sohn Alberts und der Flugbegleiterin Nicole Coste berichtet, den der Fürst zu diesem Zeitpunkt noch nicht öffentlich anerkannt hatte. Das tat er erst einen Monat später und verklagte die Zeitschrift wegen Verletzung seiner Privatsphäre. Für den Gerichtshof hat der Bericht zwar die Privatsphäre des heute 57 Jahre alten monegassischen Herrschers betroffen. Wegen der Bedeutung für die Erbfolge im Zwergstaat Monaco ging dies aber über die Privatsphäre hinaus, wie es in der Begründung heißt.

Die Zeitschrift hatte wegen eines früheren Urteils gegen den französischen Staat geklagt. Gegen "Paris Match" war in erster Instanz und in der Berufungsverhandlung eine Strafe von 50 000 Euro verhängt worden. Dies verstieß nach dem einstimmigen Urteil der 17 internationalen Richterinnen und Richter des Europäischen Gerichtshofs gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung.
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