Berlin.
Masern: Gefährlich und vermeidbar

(dpa) Masern sind eine sehr ansteckende Krankheit. Sie sind wegen drohender Komplikationen gefährlich und zählen zu den meldepflichtigen Infektionen.

Übertragung: Die Viren werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragen, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen. Fast jeder Kontakt führt zu einer Ansteckung, wenn ein Mensch nicht gegen Masern geimpft ist - sogar auf mehrere Meter Entfernung.

Symptome: Schon fünf Tage vor dem typischen roten Hautausschlag sind Infizierte ansteckend. Nach grippeähnlichen Anzeichen wie hohem Fieber, Husten und Schnupfen folgt Tage später der Ausschlag und das Fieber steigt erneut. Nach vier Tagen verschwindet der Ausschlag.

Komplikationen: Masern schwächen das Immunsystem. Bronchitis, Mittelohr- oder Lungenentzündungen können die Folge sein, selten auch eine Gehirnentzündung. Daran sterben bis zu 20 Prozent der Betroffenen. Bei fast einem Drittel bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderung oder Lähmungen zurück.

Therapie: Eine Therapie gegen Masern gibt es nicht. Möglich ist nur eine Behandlung der Krankheitsanzeichen wie Fieber. Antibiotika sind gegen Viren-Erkrankungen wirkungslos.

Impfung: Der Impfstoff wird aus abgeschwächten Viren hergestellt. Säuglinge sollten mit 11 bis 14 Monaten erstmals geimpft werden. Es kann früher sein, falls das Kind in eine Kita gehen soll. Die Zweitimpfung kann nach vier Wochen erfolgen und sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten verabreicht werden. Erwachsene mit unklarem Impfstatus sollten sich impfen lassen.

Fälle: Die Zahl der registrierten Fälle schwankte in den vergangenen Jahren stark. So waren es im Jahr 2001 mehr als 6000 Erkrankungen in Deutschland, 2012 nur 165 und 2013 wieder 1769.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/masern
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