"Beruf aufwerten"

In Regensburg trafen sich die Streikenden aus den Erziehungsberufen, um für höhere Löhne zu demonstrieren. Bild: Hinterberger

Viel Arbeit, wenig Lohn und zu wenig Wertschätzung. Rund 200 Erzieher gingen am Mittwoch in Regensburg auf die Straße.

Rund 200 Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst demonstrierten am Mittwoch in der Regensburger Innenstadt für mehr Lohn. Zu dem Streik aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi. "Nachdem die kommunalen Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde Ende März kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben, werden wir den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen", erläuterte Alexander Gröbner, Geschäftsführer von Verdi Oberpfalz.

Verdi fordert eine Aufwertung der Berufe durch eine bessere Bezahlung. Dabei strebt die Gewerkschaft eine höhere Eingruppierung der Beschäftigten an, was wiederum eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich zehn Prozent bedeutet. Die nächste Verhandlungsrunde startet heute. In Regensburg demonstrierten die Mitarbeiter der städtischen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdiensts, des Sozialdiensts und der Kinder-und Jugendpsychiatrie der MedBo Regensburg sowie des Amberger Jugendamts. "Wir sind es wert" und "Aufwerten jetzt" war auf ihren Transparenten zu lesen.

"Die Bezahlung für die tägliche Leistung der Beschäftigten ist nicht entsprechend der Anforderungen", erklärte Renate Eichert von der Bundestarifkommission bei der Abschlusskundgebung vor dem Alten Rathaus. "Wir Deppen machen super Arbeit für wenig Geld. Wir lassen unser Klientel niemals im Stich", unterstrich außerdem Jugendamtsmitarbeiter Stefan Adler. Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner war mit dem Streik zufrieden: "Wir hoffen, dass die Arbeitgeber dieses Zeichen verstehen und ein entsprechendes Angebot vorlegen." Sollte das nicht der Fall sein, werde man wieder auf die Straße gehen.
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