Besondere Sicht auf den Krieg: "Ilsenbacher Nationalfeiertag" erinnert an die Toten und die ...
"Erinnerung ist unverzichtbar"

Für manche Menschen ist es der erste Arbeitstag nach den Weihnachtsfeiertagen, in Ilsenbach ist es der "Nationalfeiertag", an dem traditionell der Gefallenen gedacht wird. Dem Festgottesdienst folgte am Samstag die Gedenkfeier am Kriegerdenkmal. Die Veranstaltung geht zurück auf ein Gelöbnis von Kriegsheimkehrern, die an diesem Tag wieder von ihren Lieben zu Hause begrüßt wurden. "Erinnerung ist unverzichtbar", sagte Bürgermeister Rudolf Schopper nach der Messe, die Kaplan Konrad Maria Ackermann in St. Johann zelebriert hatte. Wer die Vergangenheit nicht kenne, wiederhole die Fehler von früher.

"Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung", verlas Schopper die Namen der Gefallenen und Vermissten aus Auerberg, Botzersreuth, Ilsenbach, Lanz und Oberndorf. Anschließend legte er einen Kranz nieder, ehe die Blaskapelle Träger das Lied vom "guten Kameraden" und die Bayernhymne spielte. An der Gedenkfeier nahmen die Krieger- und Soldatenkameradschaften aus Püchersreuth und Ilsenbach sowie die Feuerwehren aus Lanz und Ilsenbach mit ihren Fahnen teil. Neben Bürgermeister Rudolf Schopper war sein Amtskollege Markus Ludwig aus Störnstein sowie die früheren Bürgermeister Lorenz Enslein (Püchersreuth) und Boris Damzog (Störnstein) dabei.

Kaplan Ackermann hatte vorher das Kriegerdenkmal gesegnet und die Namen der verstorbenen Vereinsmitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft aus den vergangenen 25 Jahren vorgelesen. Vorsitzender Thomas Härtl freute sich im Gasthof Miedl über die rege Teilnahme am "Ilsenbacher Nationalfeiertag", zu dessen Ehre Ludwig Kunz die Dorffahne hochgezogen hatte. Die Blaskapelle Träger umrahmt seit 60 Jahren die Gedenkfeier. Als Dankeschön gab es einen Bierkrug.
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