Besucheransturm in Synagoge
Aus der Region

Sulzbach-Rosenberg. (oy) Seit ihrer Eröffnung als Erinnerungs- und Begegnungsstätte haben die ehemalige Synagoge in Sulzbach-Rosenberg bereits mehr als 5000 Gäste gesehen. Dies werten Bürgermeister Michael Göth und Stadtarchivar Johannes Hartmann als klares Zeichen des Interesses an der jüdischen Kultur in der Herzogstadt. Das Konzept der Dauer-Präsentation deckt unter dem Überbegriff "Toleranz und Geistesfreiheit" die drei Bereiche "Juden in Sulzbach", "Hebräische Druckereien" sowie "Bibelstadt Sulzbach" ab. Die Bau- und Nutzungsgeschichte wird an zwei Hör- und Computerstationen dargestellt, ergänzt durch Originalexponate. Die dreiteilige geschichtliche Dokumentation lässt die große Tradition jüdischer Kultur in Sulzbach wieder lebendig werden

Verwechslung mit Wildschwein

Regensburg. (dpa) Er glaubte, auf ein Wildschwein zu schießen - tatsächlich verletzte er einen anderen Jäger lebensgefährlich: Das Amtsgericht Regensburg hat einen 43 Jahre alten Jäger am Donnerstag zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt, wie ein Sprecher mitteilte. Zusätzlich wird eine Geldstrafe von 3000 Euro fällig.

Der Angeklagte hatte ausgesagt, er sei fest davon ausgegangen, am Tattag im Oktober 2014 auf einem abgeernteten Feld ein Wildschwein gesehen zu haben. Der Schuss verletzte das Opfer schwer, der Mann lag sogar im Koma. Die Staatsanwaltschaft warf dem Jäger fahrlässige Körperverletzung vor: Er habe sein Schussziel nicht eindeutig identifiziert, das widerspreche den Jagdregeln. Die beiden Jäger wussten nicht, dass der jeweils andere zu der Zeit im Revier nahe Nittendorf im Landkreis Regensburg unterwegs war.

Am Samstag Demo in Wunsiedel

Wunsiedel/Bad Alexandersbad.(epd) Die Stadt Wunsiedel wird für die Neonazi-Szene noch über Jahre ein zentraler Symbolort bleiben. Diese Auffassung äußerte Martin Becher, Leiter der Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bad Alexandersbad (Kreis Wunsiedel), mit Blick auf den am Samstag geplanten Aufmarsch von Neonazis. "So lange es Neonazis in Deutschland gibt, die sich auf die Zeit von 1933 bis 1945 beziehen, wird sich daran nichts ändern", so der Experte. Zeitgleich zum Aufmarsch der Neonazis soll am Samstag um 16 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst unter dem Motto "Lichter für Frieden und Menschenwürde" an der Friedhofskirche stattfinden. Anschließend hat das Bündnis "Wunsiedel ist bunt" zu einer Gegenkundgebung auf dem Marktplatz aufgerufen.
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