Betrugsprozess: hoher Aufwand
Aus der Region

Weiden. (ca) Elf Prozesstage sind schon gelaufen. Mit beachtlichem Aufwand wird vor der 1. großen Strafkammer des Landgerichts Weiden der Prozess gegen einen 68-jährigen gebürtigen Starnberger, zuletzt wohnhaft auf Mallorca, betrieben. Ihm wird vorgeworfen, Investoren um insgesamt 9,5 Millionen Euro gebracht zu haben.

Bislang hat die Justiz allein 145 000 Euro für Übersetzungsdienste bezahlt, merkte der Vorsitzende Richter, Landgerichtspräsident Walter Leupold, in der Verhandlung an. In Palma waren mehrere Umzugskisten Dokumente beschlagnahmt worden, die übersetzt werden mussten. Auch in den Verhandlungen verlasen Dolmetscher stundenlang Schriftstücke.

Der 68-Jährige gab vor, auf internationalen Konten einen acht- oder neunstelligen Millionenbetrag zu besitzen. Dieses Vermögen werde erst frei, wenn diverse Bankgebühren und Steuern vorgestreckt würden. Das übernahmen die Geschädigten, darunter fünf Oberpfälzer. Der Kontakt war über zwei Mittelsmänner - einen Finanzberater (Amberg) und einen Versicherungsmakler (Landkreis Amberg-Sulzbach) - entstanden.

Gibt es das Mega-Vermögen? Und: Wo sind zumindest die 9,5 Millionen Euro der Anleger geblieben? Um Licht in die angeblichen weltweiten Finanzgeflechte zu bringen, fliegt das Gericht am 15. Oktober nach Amsterdam. Dort werden ein Banker und ein Polizist vernommen.

Weitere Reisen sind nicht ausgeschlossen. So wird nicht ernsthaft erwartet, dass die für Ende Oktober geladenen Zeugen aus den USA in Weiden erscheinen. Sie gehören New Yorker Banken und dem FBI an. Ein Agent soll per E-Mail Empfehlungen gegeben haben, wie das Vermögen am europäischen Fiskus vorbeigeschleust werden könnte. Wahrheit oder Erfindung? Weitere neun Prozesstage sind schon terminiert.

Radfahrer stirbt in Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg.(oy) Bei einem Verkehrsunfall ist am Donnerstagnachmittag ein junger Radfahrer in Sulzbach-Rosenberg tödlich verunglückt. Der 29-Jährige wurde von einem Lastwagen erfasst, als er von einem Feldweg auf einer Straße fuhr, ohne auf den Querverkehr zu achten. Laut Polizei könnte ihm auch durch einen auf dem Seitenstreifen geparkten Anhänger die Sicht verdeckt gewesen sein. Der Zusammenstoß war derart heftig, dass der junge Sulzbach-Rosenberger noch an der Unfallstelle verstarb.

Zuvor hatten Passanten als Ersthelfer Reanimationsversuche unternommen - erfolglos. Der 44-jährige Lastwagenfahrer aus Nürnberg, der den Radler nach eigenen Angaben nicht gesehen hatte, stand unter Schock. An die Unfallstelle eilten die Rettungskräfte des Roten Kreuzes und das Kriseninterventionsteam mit Notfallseelsorger. Die Straße war für vier Stunden gesperrt.
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