Beute in der Unterhose
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Regensburg. (wbr) Da hatte die gutgläubige Rentnerin (74) nochmal Glück. Erst nachdem sie einem wildfremden Mann auf einen Anruf ihres vermeintlichen Enkels hin 33 000 Euro anvertraut hatte, bemerkte sie, dass sie Opfer des sogenannten Enkeltricks geworden war.

Die Regensburgerin erstattete am Samstag, einen Tag nach der vermeintlichen Investitionshilfe für ihren Enkel, Anzeige. Ihre 33 000 Euro waren da bereits sichergestellt. Denn die Polizei hatte den Tatverdächtigen zufällig auf der A 93 bei Windischeschenbach (Kreis Neustadt/WN) aus einem Taxi gezogen und kontrolliert. Dabei hatte er sich auffällig benommen: Er warf sein Handy aus dem Wagenfenster und versuchte zu flüchten. Die Beamten konnten den Mann stellen, als dieser stolperte. Trotz heftiger Gegenwehr nahmen sie ihn fest. Die Aufnahme der Personalien ergab, dass der Mann wegen etlicher Betrugsdelikte durchaus polizeibekannt war.

Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten unter der Unterwäsche versteckt den Geldbetrag, um den die Rentnerin betrogen wurde. Der Tatverdächtige war mit dem Taxi von Obertraubling bei Regensburg weggefahren und wollte nach Berlin. Der mitgeführte Geldbetrag wurde sichergestellt.

Da die Polizei zum Kontrollzeitpunkt von der Straftat aber noch nichts wusste, wurde der Tatverdächtige nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei in Regensburg übernommen.
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