Bewährungsstrafe für Tochter von Korean-Air-Chef
"Nussaffäre" beendet

Im Berufungsprozess um die "Nussaffäre" in einem südkoreanischen Flugzeug ist die Tochter des Chefs von Korean Air zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Im Februar war Cho Hyun Ah unter anderem wegen Verstoßes gegen die Flugsicherheit zu einem Jahr Haft verurteilt worden.

Die 40-jährige wurde jetzt in zweiter Instanz zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt, die auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist. Cho habe ihre Tat offenbar bereut und über ihre Schäden, die sie bei anderen Menschen angerichtet habe, ernsthaft nachgedacht, wurde der Richter vom Rundfunksender KBS zitiert. Das Gericht befand sie demnach unter anderem wegen Gewaltanwendung und Einschüchterung des Flugzeugpersonals sowie der Geschäftsbehinderung für schuldig.

Das Seouler Landgericht sprach Cho am Freitag jedoch von dem Vorwurf frei, eine Änderung der Flugroute veranlasst zu haben, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Fast fünf Monate nach ihrer Verhaftung wurde sie in die Freiheit entlassen. Auslöser des Vorfalls war, als ihr eine Flugbegleiterin Nüsse nicht in einer Schale reichte. Als Folge des Streits wurde das Flugzeug mit Ziel Seoul auf dem Flughafen in New York wieder zum Gate gezogen.
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