Bier und Bonus

Bier und Bonus Mit Bischofshof, Kneitinger und Spital hat Regensburg drei Traditionsbrauereien. Für den Bierliebhaber sollte das eigentlich genug Auswahl sein, um nicht zu anderen Herstellern greifen zu müssen. Falsch gedacht, wie die Mitglieder des Ortsverein Altstadt der Regensburger Grünen feststellten. Zum Auftakt ihrer Kampagne "Unsere Donau" sammelten sie eine Stunde lang Müll an der Uferpromenade. Neben Kuriositäten wie Milchpulver oder Hollandaise-Soße fanden sie dort vor allem Unmengen an Kron
Mit Bischofshof, Kneitinger und Spital hat Regensburg drei Traditionsbrauereien. Für den Bierliebhaber sollte das eigentlich genug Auswahl sein, um nicht zu anderen Herstellern greifen zu müssen. Falsch gedacht, wie die Mitglieder des Ortsverein Altstadt der Regensburger Grünen feststellten. Zum Auftakt ihrer Kampagne "Unsere Donau" sammelten sie eine Stunde lang Müll an der Uferpromenade. Neben Kuriositäten wie Milchpulver oder Hollandaise-Soße fanden sie dort vor allem Unmengen an Kronkorken. "Augustiner und Eichhofener liegen vorne", berichtete die Ortsvorsitzende Astrid Bösl nach der Aktion. Die Regensburger trinken an der Donau also am liebsten ortsfremde Biere. Dabei würden sie mit dem Genuss des einheimischen Gerstensaftes vor allem ihrer Heimat helfen: Als Stiftungsbrauerein, fließt der Gewinn aller drei in soziale Projekte in der Region. (ehi)

Asyl und Ängste

Vergangene Woche fand in Regensburg eine Informationsveranstaltung zur geplanten Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge und Asylsuchende statt. Sie habe Angst um ihre "blonde, wunderschöne Tochter", wenn dort dann nachts plötzlich 200 Männer rumlaufen würden, erklärte eine Anwohnerin auf der Versammlung. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) betonte daraufhin, dass man aufhören müsse, zu denken, dass Asylsuchende gefährlich seien. Was ihm wiederum einen Kontor der besorgten Mutter einbrachte: "Ich nehme eben an, dass sie sind wie alle anderen", sagte sie und brachte damit unfreiwillig den gesamten Saal zum Lachen. Der OB versuchte es schließlich mit einem anderen Erklärungsversuch: "Ich laufe auch nachts draußen rum und vor mir müssen Sie keine Angst haben." (ehi)

Kinder und Kranke

Acht Kinderkrankenpfleger aus Serbien und Bosnien arbeiten seit April im der Kinder- und Frauenklinik St. Hedwig. Dabei ging es der Klinikverantwortlichen aber nicht nur um berufliche Perspektiven für ihre neuen Mitarbeiter, sondern auch um soziale Integration. Sprachkurse, eine Stadtführung und Hilfe bei Wohnungssuche oder Kontoeröffnung sollten den Pflegekräften den Neustart in Regensburg erleichtern. Dass die Integration aber tatsächlich geglückt sei, habe er allerdings anders festgestellt, erzählte Pflegedirektor Gerhard Harrer bei einer Pressekonferenz. Bei einem Rundgang über die Maidult habe er in einem Bierzelt seine Mitarbeiter entdeckt: Schunkelnd und vor allem bunt gemischt saßen Serben und Deutsche gemeinsam auf den Bierbänken. (ehi)
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