Bier zum Fußball bleibt, Schnitt bei Gästekarten

Auf ein Bier im Stadion werden die Fußball-Fans wohl auch künftig nur in Ausnahmefällen verzichten müssen. Dafür droht ihnen bei Hochrisikospielen ihres Lieblingsvereins auswärts die Rolle des Zaungastes. Die Innenminister der Länder wollen den zunehmenden personellen Aufwand der Polizei bei brisanten Duellen eindämmen und das Gästekarten-Kontingent reduzieren. "Damit können wir bei Hoch- risikospielen die Sicherheit verbessern. Darüber werden wir schnellstmöglich mit den Vereinen und den Verbänden sprechen", kündigte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger am Freitag nach der Innenministerkonferenz in Mainz an.

Zwar könne auch das Verhängen von Alkoholverboten ein probates Mittel gegen Gewalt sein, "aber wir setzen mehr auf die Reduzierung der Gästekarten", sagte Jäger. Der personelle Aufwand von bis zu 3000 Beamten bei Hochrisikospielen wie BVB gegen Schalke sei "nicht mehr vertretbar". Ein kompletter Ausschluss von Gästeanhängern, denen bei Auswärtsspielen derzeit zehn Prozent des gesamten Kartenkontingents zusteht, sei kein Thema. "Wir wollen die Stimmung und die einmalige Fankultur in Deutschland erhalten."
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