Bilanz der bayerischen Sparkassen - Weiterer Umbau im Filialnetz zu erwarten
"Noch gut unterwegs"

Trotz Niedrigzinsphase und steigender Bürokratiekosten haben die 71 bayerischen Sparkassen 2014 ihre Bilanzsumme um 2,4 Prozent auf 186 Milliarden Euro gesteigert. Der Jahresüberschuss wuchs von 338 auf 341 Millionen Euro. "Die Sparkassen in Bayern sind noch gut unterwegs", bilanzierte Sparkassenpräsident Ulrich Netzer bei der Vorlage der Jahreszahlen in München. Die sieben Sparkassen in der Oberpfalz erhöhten ihre Bilanzsumme von 14,1 auf 14,3 Milliarden Euro (plus 1,4 Prozent). Besonders positiv entwickelte sich die Sparkasse Amberg-Sulzbach mit plus 2,6 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro. Die Sparkasse Oberpfalz-Nord legte um 0,7 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro zu. Nahezu unverändert schlossen die Vereinigten Sparkassen Eschenbach-Neustadt/WN-Vohenstrauß (1,3 Milliarden Euro) und Schwandorf (1,92 Milliarden Euro) das Geschäftsjahr 2014 ab.

Wie Netzer betonte, könne das schwierige Zinsumfeld nicht ohne Konsequenzen bleiben. Man überprüfe und optimiere die Prozesse laufend. Ein Faktor sei auch die Kundenorientierung in Richtung Online-Banking. Die Sparkassen müssten daher ihr Filialnetz umbauen und ihre digitalen Angebote weiterentwickeln. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der personenbesetzten Sparkassen-Geschäftsstellen in Bayern um 25 auf 2820. Auf die Bilanz der Sparkassen drückten 2014 die Beteiligung an der Bayern-LB und der Landesbausparkasse (LBS). Beide machten eine Wertberichtigung von 367 Millionen Euro brutto erforderlich, erklärte Netzer. Während bei der Bayern-LB der Verkauf der ungarischen Tochter MKB und der Kreditstreit mit Österreich Belastungen verursachte, kämpft die LBS mit hochverzinsten Altverträgen, die sich angesichts des derzeitigen niedrigen Zinsniveaus kaum refinanzieren lassen. Beide Töchter werden voraussichtlich auch im laufenden Jahr negative Auswirkungen auf die Bilanzen der Sparkassen haben. (Seite 19)
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