Bild der Bayern

Bild der Bayern In Bayern ist das mit dem Bayerischen so eine Sache. Da verschickt zum Beispiel die SPD-Fraktion einen "Bayerischen Adventskalender" mit 29 Motiven aus dem Freistaat, doch hören die Sehenswürdigkeiten nordwärts in Nürnberg, Regensburg und Cham auf. Dafür nehmen Schwaben, Ober- und Niederbayern auf der kunstvoll gemalten Karte etwa 90 Prozent des Freistaats ein. Franken zwängt sich irgendwie links oben ins Bild und die Oberpfalz besteht nur aus Hügeln und Wald. Doch ist die SPD mit ihrem
In Bayern ist das mit dem Bayerischen so eine Sache. Da verschickt zum Beispiel die SPD-Fraktion einen "Bayerischen Adventskalender" mit 29 Motiven aus dem Freistaat, doch hören die Sehenswürdigkeiten nordwärts in Nürnberg, Regensburg und Cham auf. Dafür nehmen Schwaben, Ober- und Niederbayern auf der kunstvoll gemalten Karte etwa 90 Prozent des Freistaats ein. Franken zwängt sich irgendwie links oben ins Bild und die Oberpfalz besteht nur aus Hügeln und Wald. Doch ist die SPD mit ihrem seltsamen Bayern-Bild nicht allein. Auf ihrer Weihnachtsfeier kredenzte die CSU-Fraktion "Bayerischen Silvaner". Wahrscheinlich von den sonnenverwöhnten Steillagen des Königssees oder den ertragreichen Kiesböden im Isartal. (jum)

Rache der Redner

Filibustern, also das ewige sinnfreie Reden zum Verhindern einer Abstimmung, findet gelegentlich auch im Landtag Anwendung. Jetzt hat CSU-Fraktionsgeschäftsführer Josef Zellmeier den Mini-Filibuster eingeführt. Noch 90 Sekunden waren es bis zum Sitzungsende, als ein Dringlichkeitsantrag zur Haltung der CSU in Sachen dritte Startbahn am Münchener Flughafen aufgerufen werden sollte. Weil die CSU dazu aber noch gar keine Haltung hat, hätte es peinlich werden können. Also schwafelte Zellmeier in einer "persönlichen Erklärung" drauf los, bis die Zeit um war. Gebracht hat es nichts. Die dritte Startbahn steht in dieser Woche wieder auf der Tagesordnung. (jum)

Sorgen der Sozis

Die SPD fühlt sich oft zu spät und zu wenig von der Staatsregierung informiert. Viel früher und vor allem regelmäßiger hätte Innenminister Joachim Herrmann nach den Terroranschlägen von Paris dem Landtag über die aktuelle Sicherheitslage in Bayern berichten müssen, klagte der SPD-Abgeordnete Paul Wengert nun. "Dummes Geschmarre", brodelte es da aus Herrmann. "Ich komme gerne in jede Sitzung, nehme mir eine Stunde Zeit und berichte zur Sicherheitslage", bot er an. Das folgende Geraune und die abwinkenden Gesten bestätigten seine Vermutung: "Sie werden das schnell überdrüssig haben." Auf den wöchentlichen Herrmann wollte dann nicht einmal mehr Wengert bestehen. (jum)
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