Bildung: Bayern weit vorne

Der Freistaat hat sich bei der Vergleichsstudie der Bildungssysteme deutlich verbessert. Deutschlandweit geht es allerdings kaum voran, so die Verfasser.

Bei der Leistung des Bildungssystems macht Bayern nach einer wirtschaftsnahen Studie klare Fortschritte im Vergleich zu anderen Bundesländern. Der Freistaat hat zusammen mit Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg nach der umfangreichen Untersuchung von mehr als 90 Bildungsindikatoren die Nase im Ländervergleich vorn. Das geht aus dem "Bildungsmonitor 2015" hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Donnerstag präsentierten. Generell geht es mit der Leistung der Bildungssysteme in Deutschland laut der Studie kaum voran - vor allem im Osten. Fortschritten beim Ausbau von Kindertagesstätten und ganztägigen Betreuungsangeboten stünden Rückschritte bei der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund gegenüber. Im Vergleich zu 2014 legten das Saarland und Bremen am deutlichsten zu, hieß es. Klare Verbesserungen wiesen auch Bayern und Hamburg auf. Die Studie erfragt vor allem, ob die Länder Bildungsarmut verringern, Wachstum fördern und zur Fachkräftesicherung beitragen. In Bayern ist etwa die Zahl der Absolventen in den Ingenieurswissenschaften stark gestiegen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte die Studie als einseitig: "Sie hält wissenschaftlichen Standards nicht stand. Der Erkenntnisgewinn ist gering, das Erkenntnisinteresse zudem auf bildungsökonomische Ziele reduziert", so GEW-Experte Ansgar Klinger.
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