Billige Gebühr heruntergespült

Sparsamkeit wird nicht unbedingt belohnt. Weil die Bürger zu wenig Abwasser produzieren, steigen die Gebühren im kommenden Jahr enorm. Besonders hart trifft es die Bürger in Püchersreuth und Ilsenbach.

Da schluckten selbst die Gemeinderäte, als ihnen Bürgermeister Rudolf Schopper die Kostenentwicklung für die beiden Abwasserbereiche vorlegte. Die Püchersreuther und Ilsenbacher zahlen zur Zeit für den Kubikmeter Abwasser 1,13 Euro. Im nächsten Jahr müssen sie mit einem Preis von zwei bis drei Euro rechnen.

Schopper betonte, dass ihm diese Entwicklung auch nicht gefalle. In der Vergangenheit seien die Kosten schon einmal höher gewesen. Aber bei der letzten Kalkulation sei der noch aktuelle niedrige Preis zustande gekommen. Die Entscheidung über die Zukunft wird der Gemeinderat in der nächsten Sitz fällen.

In Wurz samt den angeschlossenen Höfen und Weilern sieht es nicht viel besser aus. Die Pumpwerke verursachten enorme Strom- und Reparaturkosten. Der Kubikmeterpreis für das Abwasser beträgt im Moment 2,61 Euro. Er wird sich im kommenden Jahr wohl bei 3,50 Euro einpendeln. "Im Abwasserbereich wird kostendeckend gearbeitet", betonte Bürgermeister Schopper.

Reinigung bezahlen

Bei Großveranstaltungen, in denen auch die Turnhalle genutzt wird, müssen die Veranstalter die Reinigung extra bezahlen. Gemeinderat Josef Beck schmeckte das überhaupt nicht. "Dann rentiert sich so eine Veranstaltung nicht mehr", monierte der CSU-Mann. Rathauschef Schopper und Gemeinderätin Maria Sauer verteidigten die Maßnahme. "Die Reinigungsfrauen wissen auch, welches Reinigungsmittel für die Turnhalle verwendet werden muss." Beim Gemeindesaal bleibt es bei Kosten von 100 Euro inklusive Reinigung.

Frisches Wasser

Mit den Nutzern der Flächen um den Trinkwasserquellenbereich in Püchersreuth kann Bürgermeister Schopper die Verträge kündigen. Voraussetzung ist, dass das Wasserwirtschaftsamt keine Einwände hat. Die Gemeinde zahlt 2500 Euro jährlich als Ausgleichszahlungen an die Landwirte. Zu Jahresbeginn wird der Ort an die Steinwaldgruppe angeschlossen.

Das Ergebnis der Markterkundung für den Breitbandausbau liegt Mitte November vor, informierte Raimund Krey von der Verwaltung. Die Gemeinde erhält eine Förderung von 80 Prozent. Das seien 850 000 Euro. Falls ein Kooperationsvertrag mit Störnstein, Kirchendemenreuth oder dem Markt Bärnau abgeschlossen werde, gebe es nochmals 50 000 Euro.

4752 Euro für Heizung

Am Defizit des Kindergarten muss sich die Gemeinde mit fast 11 000 Euro beteiligen. Die Gemeinde vergab den Auftrag, in dem ihr gehörenden Haus in Püchersreuth, in dem ein Friseur seinen Salon hat, die Heizung zu modernisieren. Die Elektroarbeiten und die Montage der Heizplatten durch die Firma Holler aus Weiden kosten 4753 Euro. Die Dämmarbeiten erledigen die Gemeindearbeiter. Beim Unimog der Gemeinde ist die Kupplung defekt. Die Reparatur für 3500 Euro erledigt die Firma Josef Bauer in Windischeschenbach.

Fürs Buswartehäuschen in Wurz gibt es 50 Prozent Zuschuss. "Jetzt muss nur noch ein Plan gefertigt werden", so Schopper. Das Klassenzimmer im Freien wird am 20. Oktober seiner Bestimmung übergeben.
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