Bischof Manfred: Leben und Werk

Manfred Müller wurde 1926 in Augsburg geboren. Nachdem er in seiner Heimatstadt die Volksschule und das Gymnasium besucht hatte, wurde er bis 1943 zunächst als Flak-Helfer, dann als Soldat eingezogen. Im Westen geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Danach studierte er am Herzoglichen Georgianum an der Universität München Theologie.

Das Wirken Müllers war seit seiner Priesterweihe 1952 eng mit Fragen der Schule und des Religionsunterrichtes verknüpft. Auf die dreijährige Kaplanszeit in Starnberg folgten sieben Jahre als Lehrer an der Berufsschule in Augsburg, drei in der Oberrealschule in Lindenberg und sechs am Hans-Holbein-Gymnasium in Augsburg. Zuletzt war er Fachberater für Katholische Religionslehre in Südbayern.

Am 10. Januar 1972 wurde Müller zum Weihbischof in Augsburg und Titularbischof von Jubaltiana ernannt. Ein Titularbischof ist ein auf ein erloschenes, heute nicht mehr bestehendes Bistum geweihter Bischof ohne Jurisdiktion. Auch später, ab 1982 als Bischof von Regensburg, blieb Müller Fragen der Schule und der Erziehung verbunden. 2001 wurde eine Regensburger Schule nach ihm benannt, für die er mehr als 100 000 Euro aus seinem Privatvermögen gespendet hatte.

Am 15. Januar 2002 nahm Papst Johannes Paul II. Müllers Rücktrittsgesuch an. Müller lebte seither in Kloster Mallersdorf. Am 20. Mai 2015 verstarb er in Folge eines 2014 erlittenen Schlaganfalls im Alter von 88 Jahren im Kloster Mallersdorf in Mallersdorf-Pfaffenberg. (el)
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