Blick geschärft

Der Wald ist wie ein Buch. Man muss nur darin lesen können. Und das können jetzt schon Vorschulkinder.

Auf Spurensuche rund um den großen Weiher nahm Hubert Platzer die 2. Klasse der Grundschule Plößberg und die Buben und Mädchen Kindergartens Beidl mit. Der Jäger und Biberberater ist zugleich Opa eines Schul- und eines Kindergartenkindes.

Erstaunlich, was es da alles zu sehen gab. Neben Reh-, Biber-, Schwarzwild- und Käferspuren entdeckten die Kleinen Baumhöhlen und Nistkästen, die vielen Tieren Unterschlupf bieten. An kleinen Bäumchen untersuchten die Kinder die Spuren eines Rehbocks, der dort sein Geweih verfegt hatte. Auch Verbissspuren waren zu finden. Vom Winter fand man noch einen Futterplatz mit einer Salzlecke.

Auch die Sinne kamen auf dieser Wanderung nicht zu kurz. Am strengen Geruch konnte man zum Beispiel die Markierung eines Fuchses erkennen. Vogelgezwitscher war zu hören. Und dort waren nur noch ein paar Schuppen eines Karpfens, den ein Fischotter verspeist hatte. Nach kurzer Zeit war der Blick der Kinder so geschärft, dass sie selbst immer wieder Spuren entdeckten und Fundstücke anbrachten. So zum Beispiel Haare von Rehwild oder Vogelfedern.

Den krönenden Abschluss fand die Wanderung beim Würstchengrillen am Lagerfeuer. Der ehemalige Forstarbeiter Wittmann hatte dankenswerterweise ein Lagerfeuer, Stecken zum Grillen der Würstchen sowie Sitzgelegenheiten vorbereitet.
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