Blut ist begehrt

Die Oberpfälzer geizen nicht mit ihrem kostbaren Lebenssaft. 54 063 Blutspenden verzeichnete der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes 2014 in der Region. Mehr als 27 000 Liter Blut haben die Oberpfälzer also gespendet. Landesweit wurden gar 240 000 Liter Blut aus den Venen gepumpt.

7,3 Prozent aller Bayern haben letztes Jahr gespendet. In der Oberpfalz zeigen sich starke Unterschiede zwischen den Landkreisen. Der Kreisverband Cham war besonders spendefreudig: Ein überdurchschnittlich großer Teil der Bevölkerung öffnete seine Armbeugen für den guten Zweck. Die Regensburger hingegen machen scheinbar einen großen Bogen um den Blutspendedienst.

Damit sind sie genauso spendenfaul wie der Bundesdurchschnitt. Insgesamt gehen derzeit nur knapp 3 Prozent der Bevölkerung zur freiwilligen Blutentnahme. Dabei sind doppelt soviel nötig, um alle Patienten in Deutschland ausreichend zu versorgen. Und da kann es jeden treffen. Laut dem Roten Kreuz sind 80 Prozent der Bundesbürger einmal in ihrem Leben auf Blutkonserven angewiesen.

Die Kampagne "Gemeinsam gegen Gleichgültigkeit" soll potenzielle Spender ansprechen. In den bayerischen Landkreisen organisiert das Rote Kreuz täglich bis zu 5000 Termine zur Blutentnahme. Denn der demografische Wandel erfordert mehr Blutspenden. Für eine flächendeckende Versorgung sind die Krankenhäuser auf freiwillige Spender wie Reinhard Gräml und die anderen Oberpfälzer Lebensretter angewiesen. (blu)
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