Breitband-Ausbau durch Telekom - Noch fehlt Förderzusage durch die Regierung - Aus dem ...
Schnelles Internet für jede Einöde

In der Sitzung des Marktgemeinderates (wir berichteten) ging es noch mal um den Antrag von Josef Buckenlei aus Mähring auf Errichtung einer zusätzlichen Straßenlampe in der Bingerstraße. Die Markträte hatten sich die Situation vor Ort vor kurzem in den Abendstunden "im Dunkeln" - nach einem Ortstermin im Planer Wald - angeschaut und kamen nun zu dem Schluss, dass die Beleuchtung ausreichend ist, auch wenn die Lampen etwas weit auseinander sind. Eine zusätzliche Straßenleuchte müsste zu 65 Prozent auf die Anlieger umgelegt werden, dies wird dem Antragsteller nun mitgeteilt.

Elvira Gmeiner wusste, dass etwa in Zwiesel jeder, der eine Lampe haben will, diese selber zahlen muss. Siegfried Scharnagl fand die Beleuchtung in der Bingerstraße ausreichend, es werde alles ausgeleuchtet. Franz Schöner plädierte dafür, wenn eine Zusatzleuchte kommen sollte, eine mit Bewegungsmelder zu nehmen. Bürgermeister Josef Schmidkonz sprach von Kosten von rund 5000 Euro für eine zusätzliche Straßenlampe plus 2000 Euro für den Anschluss. Dies wurde einstimmig abgelehnt.

Erstaunlich war es für Bürgermeister Schmidkonz, dass diesmal kein einziger Bauplan zu behandeln war. "Das war schon sehr lange nicht mehr der Fall." Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 4. Mai wurde bekannt gegeben, dass die Breitband-Maßnahme vergeben wurde. Es gab nur einen einzigen Bieter und das war die Telekom. Der Auftrag kann allerdings erst unterschrieben werden, wenn die Förderzusage von der Regierung vorliegt. Es gibt noch eine Deckungslücke, so Schmidkonz.

Die voraussichtlichen Kosten für den Breitband-Ausbau betragen 1 180 785 Euro, dazu erhält die Gemeinde eine Förderung von 80 Prozent. 295 157 Euro muss die Gemeinde selber zahlen. "Wir sind eine der wenigen Gemeinden, die es richtig gemacht haben", freute sich Schmidkonz. Jede Einöde, jeder Weiler und jede Ortschaft werde angeschlossen. "Künftig gibt es bei uns keine Bürger 2. Klasse mehr, das ist sehr positiv und genau das, was wir wollten."

Für das ehemalige Schul- und Rathaus in Mähring wurden Aufträge vergeben: Für 32 000 Euro wird die Schreinerei Weiß aus Mitterteich Möbel anfertigen, der Auftrag für die Küche für 5300 Euro ging an die Firma Thomas Gradl aus Griesbach, die Treppensanierung an die Firma Hubert Häring aus Großkonreuth für 3576 Euro. Beschlossen wurde, die Feuchtigkeitsschäden in den Arzträumen zu sanieren. In Auftrag gegeben wurden außerdem diverse Ersatzteile für die Kläranlage in Großkonreuth für insgesamt 11 500 Euro.

Planer heute im Ort

Unter "Verschiedenes" berichtete Bürgermeister Schmidkonz von der neu gegründeten "IKOM", die Planungen laufen. Am heutigen Donnerstag um 13 Uhr kommen die Planer in die Marktgemeinde Mähring. Hierzu erbat Schmidkonz Ideen, welche Maßnahmen über die IKOM verwirklicht werden könnten oder sollten (kein Straßenbau). "Was wollen und was sollen wir anpacken, in welche Richtung sollen wir gehen?", fragte er die Räte. Für touristische Zwecke gebe es gute Fördersätze, war die Überlegung des Gemeindeoberhauptes.

Peter Meier gab eine Frage von Richard Bauer weiter, der die Straße "zum Grünen Bild" ansprach, die in einem sehr schlechten Zustand ist und viele Löcher hat. Laut Schmidkonz soll der Weg nicht mehr geteert werden, sondern nur geschottert wie zum Alten Herrgott. Sein Stellvertreter Walter Frank ist noch dabei, die Grundstücksverhältnisse zu klären. "Der Weg liegt nicht dort, wo er liegen soll, der Gemeindegrund ist im Wald drin, der Weg auf Privatgrund." Bis auf einen Grundbesitzer wären alle einverstanden mit einer Neuvermessung. Hier will Walter Frank noch einmal verhandeln.

Peter Meier sprach außerdem einen Baum an, der auf einem Wirtschaftsweg bei Mähring liegt. Dieser ist laut Bürgermeister am Sitzungstag entfernt worden. "Die Leute können auch direkt bei mir oder der Gemeinde anrufen und solche Sachen melden", meinte Schmidkonz abschließend.
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