Brunnen, Kita, Heimatbuch

Warum die Püchersreuther Wasserbrunnen aufgelöst werden sollen, verstehen Richard Günther und Karl Würth nicht. "Mein Wasserkocher hatte bis jetzt keine Kalkablagerung, jetzt mit dem Steinwaldwasser schon", klagte Günther in der Bürgerversammlung.

Umfangreich informierte Bürgermeister Rudolf Schopper die 45 Interessierten im Gasthaus Miedl. Dennoch hatte Schopper mehr Rückmeldungen erwartet. In 75 Minuten blickte er zurück und voraus.

Nur 30 Minuten dauerten Fragen und Antworten bei sechs Wortmeldungen. Alois Wittmann regte an, das Bankett in der Kirchenstraße, das mit Schottersteinen gefüllt ist, durch Gittersteine zu ersetzen. Durch die Autos würden die Steine auf die Straße geschleudert. Manfred Kick schlug vor, das Abwasser über den Zweckverband zu entsorgen. Zudem sprach er die unendliche Geschichte um das Heimatbuch an. Die Gemeinde habe dafür 1994 rund 5000 Mark bezahlt. "Wenn es nicht fertig wird bis Juli, wollen wir die Unterlagen haben." Eine härtere Gangart wolle die Gemeinde nicht anschlagen, sagte Schopper.

Für Edwin Zenger sind die Kläranlagen mit 33 Jahren sehr jung. Man könnte doch beide Anlagen erhalten. Melanie Würth erkundigte sich nach den künftigen Gebühren für den neuen Kindergarten. Die stehen aber noch nicht fest. Er wäre jederzeit bereit, mit der Kirche ein Gespräch zu führen, doch von dieser Seite komme kein Signal, bedauerte der Rathauschef. Gar nicht einverstanden waren Günther und Würth mit der Versiegelung der beiden Tiefbrunnen.

Der Haushalt 2014 umfasste fast drei Millionen Euro. Die 1609 Einwohner, die ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde gemeldet haben, stehen jeweils mit 242,39 Euro in ihrer Verpflichtung. Das Rathaus tilgte über 100 000 Euro an Schulden. 44 Zuzügen stehen 59 Wegzüge gegenüber. Es gab 14 Geburten und 16 Sterbefälle. Sieben Paare heirateten.

Als eines der dringlichstes Vorhaben nannte der Bürgermeister den Bau des Kindergartens für 1,6 Millionen Euro. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Umzug im September erfolgen. Zurzeit laufen Gespräche, wer die Trägerschaft übernimmt.

Ein harter Brocken wird die Abwasserklärung für Ilsenbach und Püchersreuth. Studien sollen aufzeigen, was für die Gemeinde am günstigsten ist. "Die Bürger werden umfangreich informiert", versprach Schopper. Der Breitbandausbau soll im Frühjahr 2016 erfolgen.

Was die Gemeinde dringend benötige, sei Bauland. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutz werde die Wallfahrtskirche im Außenbereich aufgewertet.
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