Bundesgerichtshof bestätigt Urteil
48-Jähriger muss lebenslang in Haft

Symbolbild: dpa
Amberg. (hou) Es bleibt dabei: Ein 48-Jähriger, der in Schnaittenbach
(Kreis Amberg-Sulzbach) seine Ehefrau mit einer Vielzahl von
Messerstichen tötete, muss lebenslang hinter Gitter. Der
Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte nun dieses Urteil, das heuer im
Frühjahr vom Amberger Schwurgericht gefällt worden war und machte es
damit rechtskräftig. Verteidiger Dr. Hans-Wolfgang Schnupfhagn aus
Weiden hatte gegen die Entscheidung Revision nach Karlsruhe eingelegt.

Der 48-Jährige, aus Weiden stammend, und seine zur Tatzeit 38 Jahre alte
Ehefrau lebten zwar in Trennung, hatten aber noch eine gemeinsame Wohnung
in Schnaittenbach. Dort kam es in der Nacht zum 11. Februar letzten
Jahres zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Mann mehrere
Messer aus einer Küchenschublade holte und damit auf die Mutter von drei
Kindern einstach. Bei einem Prozess vor dem Amberger Schwurgericht
machte der Täter heuer im Frühjahr geltend, im "Blackout" gehandelt zu
haben. Doch das glaubten ihm die Richter nicht. Sie gingen von gezieltem
Tötungsvorsatz aus.

Nach dem Urteil war der Angeklagte regelrecht ausgerastet. Er hatte mit
einer Ahndung wegen Totschlags im minderschweren Fall gerechnet und auch
damit, dass er deswegen nur ein paar Jahre Haft erhalten würde.
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