Bundeswehr hilft bei der Suche [Aktualisierung]
Lockkühe bleiben im Stall

Am Montag konnten die Helfer insgesamt sechs der am Sonntagabend ausgebüxten Stiere dingfest machen, aber zwei von ihnen gelang zum zweiten Mal die Flucht. Bild: Steinbacher
Kümmersbruck. (ll) Bis 23 Uhr waren die 25 Feuerwehrleute aus Kümmersbruck und Haselmühl am Montag im Einsatz, dann brachen sie die Suche nach den sieben noch herumstreunenden Jungstieren ab. Am Dienstag wurden sie erst einmal nicht gebraucht.

Der Halter der Tiere hatte mit deren Züchter gesprochen, von dem er sie erst vor wenigen Tagen bezogen hatte. Und der Züchter empfahl eine Methode, von der sich die Polizei laut Sprecher Dieter Muschler am Montag noch nicht viel versprochen hatte: Lockkühe. Nach Meinung des Rinder-Experten würde der Sexualtrieb die Stiere – auch wenn sie erst ein Dreivierteljahr alt sind – zu den brüllenden Kühen lotsen.

Nachdem es zuerst geheißen hatte, der Züchter würde noch im Laufe des Tages mit einer Lockkuh anreisen, äußerte der Halter am Abend, dass es vorläufig nicht zu der Lock-Aktion kommen könne. Man hoffe nun darauf, dass die Stiere, von denen man tagsüber keine Spuren mehr entdeckt habe, sich in der Nacht beruhigten und eventuell vom Hunger getrieben wieder auf die heimische Weide zurückkämen.

Am Vormittag war der Halter unterwegs gewesen, um die flüchtigen Tiere zu orten. Unterstützung erhielt er von der Bundeswehr aus der Schweppermannkaserne, die im angrenzenden Übungsplatz zwei Jeeps Streife fahren ließ, um Bewegungen der Rinder Richtung B 85 melden zu können. In der Nacht waren laut Polizeisprecher Muschler zweimal zwei der Stiere bei Penkhof gesichtet worden, allerdings auf der Seite zur Vilstalstraße hin. Die Polizei zog auch einen Abschuss der Tiere in Erwägung, falls sie sich zu einer ernsten Gefahr für den Straßenverkehr entwickeln sollten.

Darauf gab es aber keine weiteren Hinweise, zumal sich die Tiere nicht in der Nähe der Autobahn zeigten. Dort war ein Geschwindigkeitstrichter aufgebaut, der die Fahrzeuge bis auf 80 Kilometer pro Stunde herunterbremste. Auf der B 85 war auf 70 reduziert, auf der Vilstalstraße hatte die Polizei diese Beschränkung im Laufe des Vormittags aufgehoben.
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