Bundeswehr plant Teilnahme an Aufklärungsmission - Offenbar auch Fallschirmjäger
Einsatz in der Ostukraine

Die Lage in Donezk bleibt brenzlig. Am Wochenende gab es Beschuss durch schwere Waffen. Bild: dpa
Zur Überwachung der Waffenruhe in der Ostukraine bereitet die Bundeswehr den Einsatz von Drohnen und Soldaten vor. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) habe Gespräche mit der französischen Regierung geführt, teilte das Auswärtige Amt am Samstag mit. Zusammen mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werde überlegt, wie diese bei ihren Aufgaben unterstützt werden könne. "Es ist nichts entschieden. Vor möglichen Entscheidungen sind noch schwierige rechtliche und politische Fragen zu klären", erklärte das Auswärtige Amt. Wie viele der nur 2,36 Meter langen und 40 Kilogramm schweren Drohnen vom Typ "Luna" und wie viele Soldaten für den Einsatz in das Krisengebiet geschickt werden sollen, ist aber weiter völlig unklar.

Die "Bild"-Zeitung berichtete ohne Quellenangabe von rund 200 Soldaten, darunter auch Fallschirmjäger aus Seedorf bei Bremen. Einen Monat nach Inkrafttreten der Waffenruhe sind am Wochenende bei erneuten Gefechten in der Ostukraine mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Die von Kanzlerin Angela Merkel zugesagte Winterhilfe für Notleidende ist auf dem Weg in die Krisenregion. Ein Hilfskonvoi mit mehr als 100 Lastwagen enthält Hilfsgüter im Gesamtwert von rund zehn Millionen Euro überwiegend für den umkämpften Osten der Ukraine.
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