Bundeswehreinsatz im Irak

Seit Januar dieses Jahres bildet die Bundeswehr in Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion, Peschmerga für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus. Dieser Einsatz ist Teil des Kampfes der internationalen Koalition unter US-Führung gegen die islamistischen Extremisten. Neben den USA und Deutschland sind rund 40 Staaten Teil der Koalition.

Nach langem Drängen der USA tritt nun auch die Türkei der Anti-IS-Koalition bei. Gespräche zwischen Washington und der Regierung in Ankara über die vollständige Einbindung des Landes in das Bündnis gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) seien abgeschlossen worden, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Peter Cook, am Dienstag. Dazu gehört auch, dass sich die Türkei an den Luftangriffen beteiligt. Anders als von den USA und den Europäern gefordert, wird die Türkei ihre Grenze nicht stärker sichern. Bislang strömen die Dschihadisten über die Türkei zum IS.

Deutschland beteiligt sich nicht an Luftangriffen, es setzt ausschließlich auf Ausbildung der Peschmerga und anderer Gruppen, die gegen IS kämpfen. So wurde von der Bundeswehr im Nordirak auch eine Miliz der Jesiden ausgebildet. Zudem liefert die Bundesrepublik seit gut einem Jahr zivile Hilfsgüter sowie Waffen, darunter Panzerabwehrraketen.

Derzeit führt Oberst Stephan Spöttel den deutschen Einsatz im Nordirak. Er war von 2009 bis 2012 stellvertretender Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in Amberg. Sein Vorgänger im Irak war Oberst Jochen Schneider, der Spöttel in Amberg beerbt hatte und vor kurzem die Brigade Richtung Munster verlassen hat. (paa)
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