"Bunga-Bunga-Partys": Oberstes Gericht verwirft Anklage gegen 78-Jährigen
Freispruch für Berlusconi

Die Marokkanerin Karima El Mahroug, genannt "Ruby". Bild: dpa
Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi und seine Anwälte haben erleichtert auf den Freispruch im "Ruby"-Prozess reagiert. "Es ist ein Urteil, das jede Diskussion beendet. Es ist ein großartiger Sieg, wir sind sehr zufrieden", sagte Verteidiger Franco Coppi nach der Entscheidung des Kassationsgerichts, den 78-Jährigen in dritter Instanz endgültig freizusprechen.

Berlusconi waren Sex mit minderjährigen Prostituierten und Amtsmissbrauch vorgeworfen worden, unter anderem mit der damals 17-jährigen Nachtclubtänzerin Karima El Mahroug, genannt Ruby. Die Richter sahen jedoch keine Beweise dafür, dass Berlusconi von Rubys Alter wusste. Er selbst hatte sich stets als unschuldig bezeichnet. Außerdem war ihm vorgeworfen worden, seinen Einfluss ausgenutzt zu haben, um Rubys Freilassung nach einer Festnahme wegen Diebstahls zu erreichen. Doch die Richter sahen keine Beweise dafür, dass der Medienzar Druck ausgeübt hatte.

Berlusconis Unterstützer sind überzeugt vom politischen Comeback ihrer Leitfigur, obwohl der Milliardär nach seiner Verurteilung wegen Steuerbetrugs bis 2019 keine öffentlichen Ämter übernehmen darf. "Berlusconi wird stärker zurückkehren, mit einer großartigen Partei im Rücken. Ein guter Tag für Italien", erklärte Renato Brunetta, der Fraktionschef von Berlusconis Partei.
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