Buß- und Bettag: Wohin mit den Kindern?
Herausforderung für die Eltern

Symbolbild: dpa
München. (dpa/lby) Schulkinder haben frei, Erwachsene aber müssen arbeiten: Der Buß- und Bettag an diesem Mittwoch stellt berufstätige Eltern im Freistaat vor eine Herausforderung. Schulen und auch viele Betreuungseinrichtungen haben geschlossen. Doch ansonsten ist der einstige Feiertag, der im Zuge der Finanzierung der Pflegeversicherung abgeschafft wurde, ein ganz normaler Werktag.

Viele Firmen und Behörden bieten aber ihren Arbeitnehmern an, die Kinder an diesem Tag einfach mitzubringen: So etwa das Justizministerium in München, das eigens ein Programm für die Kinder gestaltet hat. Mitarbeiter des Oberlandesgerichts Bamberg organisieren für die Justizmitarbeiter der Stadt einen «Kindermitbringtag» für Buben und Mädchen im Grundschulalter. Und auch an der Technischen Hochschule in Nürnberg sind Kinder willkommen.

Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, frisch gekürter Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), will am Vormittag in der Münchner Matthäuskirche predigen. In vielen Kirchengemeinden sind die Gottesdienste aber auf den Abend verlegt worden, damit auch Arbeitnehmer in die Kirchen kommen können.

Der Buß- und Bettag war in Deutschland - außer in Sachsen - 1995 als gesetzlicher Feiertag abgeschafft worden. Mit dem zusätzlichen Arbeitstag sollte die Mehrbelastung der Arbeitgeber für die neu eingeführte Pflegeversicherung ausgeglichen werden.
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