Checkliste für die Gartenarbeit im Herbst
Die letzten Handgriffe

Die Zeit für laue Sommernächte ist vorbei - es ist Herbst. Die Blätter fallen und rascheln so schön, wenn Menschen über sie laufen, Kastanien sind reif und können zum Basteln verwendet werden und auch der Wind weht Spaziergängern durch das Haar. Zeit, dass auch der Garten auf den bevorstehenden Winter vorbereitet wird. Was alles gemacht werden muss, um im Jahr 2016 wieder eine gute Ernte zu erwarten, erfahren Sie hier:

Pflanzarbeiten

In der Herbstzeit wird die Erde durch häufigen Regen mit genügend Feuchtigkeit versorgt. Deshalb eignen sich diese Wochen gut für Umpflanzarbeiten. Der Boden hat die Wärme vom Sommer noch gespeichert und somit können die Pflanzen sich bis zum Winter an ihre neue Umgebung gewöhnen und neue Wurzeln bilden.

Neupflanzungen sind ebenfalls problemlos möglich. Rosen sollten im Herbst, vor dem ersten Bodenfrost, gepflanzt werden.

Blumenzwiebeln pflanzen

Blumenzwiebeln werden am besten im Herbst gepflanzt, damit ihre Blüten zeitig zum Frühjahr aus dem Boden sprießen und bunte Farben in die eher triste Frühlingswelt zaubern.

Wichtig für das Gedeihen der Frühjahrsboten ist der Standort. Ein frischer und feuchter Boden wird von den meisten im Frühjahr bevorzugt. Im Sommer dagegen darf der Boden trocken und durchlässig sein.

Die Zwiebel sollte zwei- bis dreimal so tief in der Erde liegen, wie sie hoch ist und mit der Nase nach oben schauen.

Zurückschneiden

Sobald eine Staude gelb wird oder anfängt zu vergammeln, ist es höchste Zeit für einen Rückschnitt. Denn die Pflanze zieht nun ihre Säfte in die Wurzeln zurück. Ohne den Rückschnitt könnte sie verfaulen.

Büsche und Sträucher sollten ungefähr auf ein Viertel ihrer Höhe gekürzt werden. Dies ist nur ein Richtmaß und kann je nach Art variieren.

Im Herbst sollte auch die Hecke noch ein letztes Mal gestutzt werden, um ein Faulen der Hecke bei Nässestau zu vermeiden. Allerdings darf eine wintergrüne Hecke nicht zu weit zurückgeschnitten werden, denn Löcher können während des Winters nicht zuwachsen. Zudem sollte das Laub der Bäume, das zum Teil auf der Hecke liegt, entfernt werden. Somit wird garantiert, dass die Hecke genügend frische Luft und Sonne abbekommt.

Rasenpflege

Sobald der Winter einbricht, steht dem Rasen eine harte Zeit bevor: Nässe, kühle Temperaturen und schwaches Sonnenlicht.

Daher sollte der Rasen vor der kalten Jahreszeit nochmal gut gepflegt werden. Blätter vom Rasen entfernen, ist eine sehr wichtige Aufgabe, denn liegengebliebenes Laub raubt dem Rasen Licht und sorgt für braune Stellen und Moos.

Anfang November sollte der Rasen ein letztes Mal gemäht werden. Danach sollte das Gras nicht tiefer als fünf Zentimeter sein, da längere Grashalme das eh schon geringe Sonnenlicht besser aufnehmen können. Auch ein Herbstdünger kann verwendet werden, um das Gras resistenter gegen Frost zu machen.

Weitere Tipps

Beete, Rosen und andere frostempfindliche Pflanzen können mit Reisig oder Laub abgedeckt werden.

Sommerblumenzwiebeln wie Dahlienknollen sollten ausgegraben und in einer luftigen Kiste im Keller aufbewahrt werden.

Topfpflanzen müssen rechtzeitig ins Haus gebracht werden.

Regentonnen sollten leer laufen.

Wenn der Winter da ist, können sich alle Gärtner des Turmblick-Landes eine längere Pause gönnen. Wir wünschen viel Spaß dabei.

Aber aufgepasst: Ehe man sich versieht, ist auch der kalte Winter vorbei und es geht im Frühjahr wieder voller Elan und Körpereinsatz ans Garteln!
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